Grünes Licht für weiteres BER-Terminal

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Landrat Stephan Loge (rechts) übergibt die neue Baugenehmigung an Flughafenchef Engelbert Lütke-Daldrup. Foto: Wicker/FBB

Planfestellungsbeschluss wurde für das Ausbauvorhaben geändert

Die Bauaufsichtsbehörde des Landkreises Dahme Spreewald hat grünes Licht für die Errichtung des Terminals T1E am Flughafen BER erteilt. Landrat Stephan Loge übergab die Baugenehmigung an  Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup. Die Flughafengesellschaft plant das Terminal zur Inbetriebnahme des BER im Oktober 2020 fertigzustellen. Dazu sagt Landrat Stephan Loge: „ Ich wünsche der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH bei der Vergabe der Bauleistungen ein glückliches Händchen.“

Die Baugenehmigung für das BER-Terminal, das künftig das Abfertigungsgebäude T2 sein wird, wird als wichtiger Meilenstein für die weiteren Entwicklungen am Flughafen gewertet. Das Gebäude wird direkt vor dem Pier Nord errichtet und ist ein wichtiger Bestandteil des Masterplans BER 2040. Das Terminal T2 hat eine Kapazität von jährlich sechs Millionen Passagieren und erhöht die Gesamtkapazität des BER bei seiner Eröffnung auf 28 Millionen Passagiere. Zusammen mit dem Flughafen Schönefeld (später BER-Terminal T5), der bis Ende 2025 in Betrieb sein wird, können so am Hauptstadtflughafen BER bis zu 40 Millionen Passagiere pro Jahr abgefertigt werden.

Voraussetzung für die Erteilung der Baugenehmigung war der Beschluss der Gemeinsamen Oberen Luftfahrtbehörde Berlin-Brandenburg (LuBB) zur Änderung der Planfeststellung, der am 18. Juli dieses Jahres erteilt worden ist. “Damit wird der neue Flughafen (BER) gemeinsam mit dem alten Schönefelder Airport (SXF) von Beginn an über ausreichende Kapazitäten verfügen“, sagt Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH. „Das optisch ansprechende, aber stark funktional konzipierte Gebäude ist der erste Schritt, den Flughafen flexibel und modular an die zukünftigen Passagierzahlen anzupassen.“

Der Bauantrag für das Terminal wurde im Dezember 2017 bei der Bauaufsichtsbehörde eingereicht und reiht sich nahtlos in die langwierigen Genehmigungsverfahren der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH ein. Hierbei, so wird vom Landkreis betont, ist jedoch zu berücksichtigen, dass für die Erteilung der Baugenehmigung erst die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden mussten. Mit dem erforderliche Bescheid zur Änderung des Planfeststellungsbeschlusses durch die zuständige Landesbehörde von vor 14 Tagen sei dies geschehen.

Mit der Errichtung des weiteren Terminals wird ein erster Schritt getan, um nach der Eröffnung des Flughafens BER die stetig steigenden Passagierzahlen abfertigen zu können. Das Gebäude wird südlich des Pier Nord entstehen und vorwiegend durch die immer präsenter werdenden Low-Cost-Airlines genutzt werden. Hierbei handelt es sich um ein so genanntes Prozessorgebäude, dass die notwendige Infrastruktur für die Abfertigung von sechs Millionen Passagieren im Jahr für die Gates im Pier Nord sicherstellt. Es wird neben dem Check-In, die erforderlichen Sicherheitskontrollen, die Gepäckverarbeitung sowie einen kleinen Retailbereich beinhalten und über zwei Brücken mit dem Pier Nord verbunden sein. Es ist rund. 240 Meter lang und circa 40 Meter breit. 

red/ PI FBB/ Landkreis LDS

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