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Heidesee in seiner ganzen Vielfalt

Tausende Gäste waren bei der 1. Heideseer Landpartie unterwegs

Am Sonntag war außergewöhnlich viel Verkehr auf den Straßen und Radwegen der Gemeinde Heidesee. Kein Wunder, hatte der neubelebte Gewerbeverein Prieros gemeinsam mit der Gemeinde doch an diesem Tag zur 1. Heideseer Herbstpartie eingeladen. 19 landwirtschaftliche Betriebe, Fischereien, Gestüte, Hofläden und -Cafés sowie Restaurants öffneten ihre Tore für einen Blick hinter die Kulissen. Und die Dahmeländer und ihre Gäste ließen sich nicht lange bitten. Zu Tausenden waren sie unterwegs, pendelten mit Auto, Motorrad, Fahrrad oder zu Fuß zwischen den einzelnen Standorten hin und her.

Die Idee zu dieser Veranstaltung hatte Gerald Bernhardt vom Kräuter- und Naturhof Kolberg, nachdem er erfahren hatte, dass in diesem Jahr die Brandenburger Landpartie auf Grund der Corona-Pandemie abgesagt wurde. Folgerichtig fand dann auch die offizielle Eröffnung der Heideseer Herbstpartie auf dem Kräuter- und Naturhof statt. Höherpunkt der Eröffnung war die Pflanzung einer Platane auf dem benachbarten Kinderspielplatz in Kolberg. Für Ute Bernhardt vom Kräuterhof hatte die Wahl der Platane auch eine symbolische Bedeutung: „Die Rinde einer Platane bricht Jahr für Jahr wieder auf – so wie wir auch.“

Für Bürgermeister Björn Langner war die Herbstpartie vor allem eine riesige Werbung für seine Gemeinde, die er als landschaftliche Perle zwischen dem BER und TESLA bezeichnete. Er betonte das große Potential für einen nachhaltigen und ökologischen Tourismus in seiner Gemeinde. Kai Rückewold von pro agro sagte: „Wir wollen vor allem die Unternehmen unterstützen, die hier regionale Produkte erzeugen.“ Und für Heike Zettwitz, die Beigeordnete für Umwelt, Bauwesen und Verkehr beim Landkreis Dahme-Spreewald war die Herbstpartie vor allem „Ausdruck einer lebendigen Dorfgemeinschaft und ein tolles Veranstaltungsformat, bei dem wir die Gemeinde Heidesee gern unterstützen.“ Aaron Backhaus freute sich besonders über die große Anzahl der teilnehmenden Betriebe. „Das macht uns optimistisch in Bezug auf die Weiterentwicklung unseres neubelebten Gewerbevereins“, so Aaron Backhaus bei der Eröffnung. Gerald Bernhardt hatte dann auch gleich eine Überraschung für die Organisatoren und Unterstützer der Herbstpartie parat. Er präsentierte seinen eigens für diesen Tag kreierten Kräutertrunk „Heideseer“.

Im Wassersport-Center Blossin gingen zahlreiche Gäste auf Segel-Kutter-Törn. So wie Rosi aus Friedersdorf, die mit ihrem Enkel Emil unterwegs war. „Das war ein großes Erlebnis, vor allem für Emil. Wir hatten guten Wind und einen tollen Skipper. Als nächstes werden wir den Naturhof in Friedersdorf besuchen.“ Dort tummelten sich gleich mehrere hundert Gäste – vor allem Familien mit Kindern, die sich auf der Hüpfburg lautstark austobten oder im Streichelzoo Bekanntschaft mit Ziegen machten. Auch Peter Twisselmann von der Baumschule Friedersdorf war zufrieden. Schon am frühen Nachmittag hatten über hundert Gäste seine Baumschule besucht, waren über das weitläufige Gelände flaniert oder hatten sich fachmännische Hilfe für allerlei Problemchen im eigenen Garten geholt. Am Ende unserer Tour besuchten wir noch einmal den Kräuterhof in Kolberg und trafen den sichtlich erschöpften aber glücklichen Gerald Bernhardt. „Mit diesem Ansturm hatten wir in unseren kühnsten Träumen nicht gerechnet. Danke dafür auch an den KaWe-Kurier.“

VE

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