High-Tech-Nase spürt Gaslecks auf

Bis Ende November sind die Zweimann-Trupps mit Thomas Schadow und Michael Knuth sowie Hendryk Schütt und Marco Arold mit dem Spürgerät unterwegs in Eichwalde und Wildau. Foto: EWE

EWE NETZ kontrolliert bis Ende November Leitungen in Eichwalde und Wildau

Die EWE NETZ GmbH hat Anfang dieser Woche mit der Kontrolle des Erdgasnetzes in Eichwalde und Wildau begonnen. Etwa bis Ende November ist der Netzbetreiber unterwegs und überprüft rund 170 Kilometer Erdgasleitungen in den Gemeinden. „Unser Ziel ist es, bei der Kontrolle der Ortsnetz- und Hausanschlussleitungen undichte Stellen aufzuspüren“, so EWE NETZ-Bezirksmeister Franko Meise. Im gesamten EWE-Netzgebiet überprüft das Unternehmen jährlich etwa 25000 Kilometer.

Erdgas besteht im Wesentlichen aus Methan und ist leichter als Luft. Sollte eine Gasleitung auch nur eine minimale Undichtigkeit aufweisen, steigt das Erdgas an die Oberfläche. „Wir nehmen es dann dort mit Hilfe einer Art High-Tech-Nase wahr“, so Franko Meise. Das Messgerät bestehe aus einem langen Stab mit einem weichen Plastikteppich. „Darunter wird ständig Luft angesaugt, die in das eigentliche Messgerät geleitet wird. Sobald der Methan-Anteil pro Kubikmeter Luft höher als ein Hunderttausendstel ist, piept das Gerät“, erklärt der Bezirksmeister.

Die Kontrollen zeigen, dass das Gasnetz in einem sehr guten Zustand ist. Die Anzahl der Schäden ist dank der kontinuierlichen Instandhaltung und Wartung sehr gering. Der hohe Qualitäts- und Sicherheitsstandard macht sich zum Beispiel in den geringen Unterbrechungen der Gasversorgung von 56 Sekunden je angeschlossenem Verbraucher im Jahr 2018 bemerkbar. Neben den Leitungen entlang der Straße müssen bei den Routine-Überprüfungen auch die Hausanschlüsse auf den Privatgrundstücken kontrolliert werden. „Gerade hier werden immer wieder Leckagen entdeckt, die durch Bodeneinschlaghülsen für Zaunpfosten verursacht werden“, erläutert Franko Meise. EWE NETZ bittet daher um Verständnis, wenn für die Prüfarbeiten Grundstückseinfahrten und Gärten betreten werden müssen. „Wir kontrollieren jeden Meter Leitung, um eine mögliche Leckage auszuschließen“, so der Bezirksmeister weiter. „Wir bitten daher alle Grundstückseigentümer um Unterstützung bei dieser wichtigen Tätigkeit.“

Zwei Zweimann-Trupps von der Firma TBD aus Bernau führen die Überprüfung im Auftrag von EWE NETZ durch: Thomas Schadow und Michael Knuth sowie Hendryk Schütt und Marco Arold. Die Gasspürer können jederzeit ihren Vertragsfirmenausweis vorzeigen. Bei trockenem Wetter schaffen sie pro Tag fünf bis acht Kilometer Kontrollgang. Bei Regen oder feuchter Witterung muss die Überprüfung abgebrochen werden, da das hochempfindliche Spezialgerät dann kein Gas aufspüren kann. Für den Anschlussnehmer sind die Sicherheitsüberprüfungen kostenlos. Die Überprüfung erfolgt in einem regelmäßigen Turnus von vier Jahren. Sie ist im Regelwerk der Deutschen Vereinigung des Gas- und Wasserfaches (DVGW) vorgeschrieben.

RED/ PI EWE