High-Tech und Handarbeit

Politiker und Praktiker tauschten sich bei einem Besuch in der Königs Wusterhausener Firma Gemtec über Standortfragen in LDS aus.

Austausch zwischen Politikern und Unternehmern 
bei der Gemtec GmbH in Königs Wusterhausen

Wer eine beeindruckende, wirtschaftliche Erfolgsgeschichte aus dem Mittelstand sucht, sollte sich die Firma Gemtec in Königs Wusterhausen anschauen. Hier treffen Lasertechnologie und HighTech auf solide Handarbeit. Hier kommen klassische Metallverarbeitung, Anlagenbau und Prozessautomatisierung zusammen.

Im Königs Wusterhausener Betrieb werden Notruflösungen für stationäre und häusliche Altenpflege entwickelt. Zwischen 1998 und 2018 wuchs der Umsatz von etwa einer Million Euro auf 19 Millionen Euro im Jahr; die Mitarbeiterzahl wuchs von gut 20 auf 160. Das Spektrum der angebotenen Produkte ist mittlerweile breit aufgestellt. Wenn man die Begeisterung erlebt, mit der die Geschäftsführer über ihre weiteren Pläne sprechen, kann man sich leicht vorstellen, dass die Erfolgskurve des Unternehmens auch künftig nach oben zeigen wird.

Anlass genug für den Brandenburger Wirtschaftsminister Prof. Dr. Jörg Steinbach, sich die Produktionshallen und die Unternehmensphilosophie selbst einmal anzuschauen. Ihn begleitete vor Ort die örtliche Landtagsabgeordnete Tina Fischer, die den Besuch initiiert hatte. Bei einer ausführlichen Gesprächsrunde mit Unternehmern der Region konnten die beiden Politiker jede Menge Hinweise und Anregungen mitnehmen: „Gerade hier in der Flughafenregion rund um das Schönefelder Kreuz würde ich mir viel schnellere Verwaltungsvorgänge wünschen“, so Gemtec-Geschäftsführer Jan Burschik. „Beim Straßenbau, bei der Infrastrukturerschließung und beim Thema unbürokratische Fördermöglichkeiten würde mehr Tempo unserer Region sehr gut tun!“

Aber auch zahlreiche andere Themen wurden besprochen. Ganz konkret etwa die vor Ort fehlende Brücke für Fußgänger und Fahrradfahrer über den Hafen nach Niederlehme, über die Mitarbeiter und Azubis endlich wieder sicher zur Arbeit kämen. Auch die Wettbewerbsfähigkeit von Brandenburger Unternehmen kam zur Sprache: „Ausländische Unternehmen sind begeistert von ‚Made in Germany‘. An diesem Image kräftig weiter zu arbeiten, sollte ein Hauptfokus der Brandenburger Wirtschaftspolitik sein!“ so ein Unternehmer in der Runde. Der Minister und die Abgeordnete nahmen viele weitere Anregungen mit in ihren politischen Alltag. Tina Fischer bedankte sich auch noch einmal ganz explizit bei den Unternehmern. „Sie sind es, die hier vor Ort die Arbeitsplätze schaffen und damit auch für die guten Steuereinnahmen in den öffentlichen Kassen sorgen“, sagte sie. RED / PI SPD