Hightech für die märkische Knolle

Jana Schimke, Mitglied des Deutschen Bundestages für die Dahme-Spree-Region; Gerhard Janßen, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dahme-Spreewald mbH und Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur (v.l.n.r.). Foto: MBVI

LDS will 5G-Modelregion werden/Bund fördert Projekt zur Digitalisierung der Kartoffel-Wertschöpfungsketten mit 100000 Euro

Der Landkreis Dahme-Spreewald hat sich am „5G Innovationswettbewerb im Rahmen der 5x5G-Strategie“ um eine Förderung als Pilotregion durch das Bundesverkehrsministerium (BMVI) beworben. Im vergangenen Dezember 2019 übergab der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), Andreas Scheuer, in Berlin den Förderbescheid in Höhe von 100000 Euro für die Entwicklung des Konzeptes „5G in der Agrar- und Ernährungswirtschaftlichen Produktion“. Gerhard Janßen, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dahme-Spreewald mbH, nahm als federführende Institution bei der Antragsstellung den Förderbescheid in Vertretung von Landrat Stephan Loge entgegen.

„Ich freue mich, dass unsere Bewerbung unter den 138 Antragstellern herausgestochen ist und zu den 67 ausgewählten Projektskizzen zählt, die in der ersten Phase vom BMVI gefördert werden. Wir sehen mit der Einführung des 5G-Standards sehr große Chancen für die technologische Weiterentwicklung in dem für den Landkreis so wichtigen Agrar- und Ernährungssektor“, so Stephan Loge im Vorfeld. Dies passt auch in die Vorstellungen des Bundesverkehrsministeriums, nach denen insbesondere in den Bereichen Industrie, Landwirtschaft und Medizin konkrete Anwendungen entwickelt werden sollen. „Ob Verkehr und Logistik, Medizin, Forst- und Landwirtschaft oder in vielen anderen Bereichen – die Technologie wird unser Leben nachhaltig verändern“, hebt Bundesminister Andreas Scheuer hervor.

Gegenstand der ersten Phase des Vorhabens ist die Erarbeitung eines umsetzungsreifen Konzepts für die Erprobung und Erforschung in den Wertschöpfungsketten von Speise- und Stärkekartoffeln. „Bereits bei der Produktion der Rohstoffe werden von der Aussaat über die Pflege bis zur Ernte hochautomatisierte mobile Arbeitsmaschinen und zum Teil unbemannte Fahrzeuge eingesetzt. Anschließend werden Speisekartoffeln an den Lebensmittelhandel und Großverbraucher geliefert oder die Stärkekartoffeln für die hochautomatisierte industrielle Produktion von Stärke abgegeben. Diese Prozesse sowie die verbindende Logistik bilden den Projektansatz für die beantragte Konzeption“, erklärt Gerhard Janßen.

Unterstützt wird das Vorhaben von ausgewählten Partnern aus der Industrie – und Agrarwirtschaft wie beispielsweise der EDEKA Handelsgesellschaft Minden-Hannover mbH, der Märkischen Agrargenossenschaft e. G. Mittenwalde und der Emsland Aller Aqua GmbH. Die Konzepterstellung soll bis zum 30. April 2020 abgeschlossen sein. Das Konzept wird die Grundlage für die Bewerbung des Landkreises Dahme-Spreewald für die zweite Phase des Vorhabens sein, in der dann die Projektumsetzung gefördert wird. RED