In 15 Minuten am Einsatzort

Die Visualisierung zeigt eine Musterwache, die so nicht nur in Bindow, sondern an mehreren Standorten im Landkreis entstehen wird. Foto: Ingenieurbüro Bärmann + Partner GbR

Neue Rettungswachen für den Landkreis LDS/
In Bindow wurde erster Spatenstich gesetzt

Bindow bekommt eine neue Rettungswache. Diese entsteht bis zum Jahresende auf einer Freifläche an der Bindower Dorfstraße im Ortsteil der Gemeinde Heidesee. Für die neue Wache ist der erste Spatenstich erfolgt. Landrat Stephan Loge gab gemeinsam mit dem Heideseer Bürgermeister Siegbert Nimtz und dem Johanniter-Regionalvorstand Andreas Berger-Winkler den symbolischen Startschuss zum Baubeginn.

Der Landkreis Dahme-Spreewald investiert rund 1,25 Millionen Euro in das Vorhaben. Im Neubau werden ein aktiver Rettungstransportwagen, ein Reservefahrzeug und regulär zwei Notfallsanitäter der dazugehörigen Besatzung ab dem ersten Quartal 2020 bereitstehen. „Der Bau dieser modernen Rettungswache mit einem 24-Stunden-Schichtbetrieb an sieben Tagen in der Woche hilft dabei, die zeitgemäße Rettung im Landkreis abzusichern. Zugleich ist es eine nachhaltige Investition in die medizinische Versorgung unserer Bürgerinnen und Bürger. Der Baustart ist der Auftakt für ein Millionen-Programm zur Errichtung weiterer Rettungswachen in unserem Kreis“, sagte Loge. Bis Ende des Jahres soll in Bindow auf einem Areal von rund 1600 Quadratmetern ein eingeschossiges Gebäude mit Funktionalräumen für die Sanitäter und Stellflächen für Rettungsdienstwagen entstehen. Das Personal für den durchgängigen Schichtbetrieb wird durch die Hilfsorganisation Johanniter-Unfall-Hilfe/Regionalverband Südbrandenburg bereitgestellt.

Die Generalplanung für den Bau und dessen Überwachung liegt in Händen des Architektur- und Ingenieurbüros Bärmann + Partner GbR aus Guben. Der Landkreis Dahme-Spreewald legt dabei auf spezielle Kriterien zur Nachhaltigkeit wert. So soll beispielsweise Erdwärme für die Wärmeversorgung genutzt werden. Eine Photovoltaikanlage trägt zur eigenen Stromversorgung bei, eine begrüntes Dach verbessert die Umgebungsluft und dämpft den Lärm. Die zukunftsorientierte Ausrichtung zeigt sich auch darin, dass bei einer verstärkten Nachfrage im Rettungsdienstsektor jederzeit Diensträume für eine Personalerhöhung sowie ein Reservestellplatz für ein weiteres Fahrzeug zur Verfügung stehen. Insgesamt sollen im Landkreis Dahme-Spreewald zwischen März 2019 und Dezember 2020 fünf Einzel-Rettungswachen sowie eine Rettungswache kombiniert mit einer Katastrophenschutzeinheit entstehen. Diese werden, neben Bindow, an den neuen Standorten Brand, Walddrehna und Burglehn gebaut − in Leibsch und Schulzendorf werden Ersatzneubauten errichtet. Die Gesamtkosten umfassen knapp zehn Millionen Euro. Weitere drei Millionen Euro fließen in den Neubau einer für den Flughafenbetrieb gerüsteten Rettungswache auf dem BER-Gelände, welche im Mai ihren Betrieb in Schönefeld aufnehmen wird. Mit den neuen Rettungswachen soll jeder an einer öffentlichen Straße gelegene Einsatzort in 95 Prozent aller Fälle innerhalb von 15 Minuten vom Rettungsdienst erreicht werden können. RED