Jeder kann helfen, den Krebs zu besiegen

Ute Meistring und Dr. Marc Kühl vom ­Asklepios-Klinikum Teupitz bitten darum, sich als Knochenmark-Spender registrieren zu lassen. Foto: Asklepios

Im Dienst der Patienten: Asklepios-Klinik Teupitz wirbt um Stammzellen-Spender

Der erstmals von der Weltgesundheitsorganisation WHO ausgerufene Welttag der Patientensicherheit wird auch im Asklepios Fachklinikum Teupitz groß geschrieben und mit viel Engagement begangen. Das Fachklinikum beteiligt sich am Aktionstag am Dienstag, 17. September 2019 von 10 bis 13 Uhr mit einem Informations- und Aktionsstand im Foyer des Hauses 1 in in der Buchholzer Straße 21 in Teupitz. Dabei wird praxisnah über Themen wie Händehygiene, Grippeschutzimpfung und Reanimation informiert. Die Hygienefachkraft Ute Meistring und Schwester Manina Pelz, die sich in der Ausbildung zur Hygienefachkraft befindet, werden zusammen mit dem Facharzt für Neurologie Marc Kühl Mitarbeitern, Patienten und der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Darüber hinaus möchte das Asklepios Fachklinikum Teupitz den Tag dafür nutzen, auf ein weiteres wichtiges Thema aufmerksam zu machen: Die Bekämpfung von Leukämie (Blutkrebs) und die damit verbundenen Suche nach Stammzellen-Spendern! Auf Initiative von Ute Meistring und in Kooperation mit der DKMS gGmbH, einer gemeinnützigen Organisation zur Registrierung von potentiellen Stammzellen-Spendern, wird am 17. September auch über die Diagnose Leukämie informiert und die Möglichkeit zur Registrierung als potentieller Spender durch Abgabe einer Speichelprobe gegeben. Dass bei der Behandlung von Leukämie die Transplantation von Stammzellen aus dem Blut oder dem Knochenmark von Spendern eine bedeutende Rolle spielt, ist leider noch nicht bekannt genug. Ute Meistring fand über einen Fall aus ihrem privaten Umfeld zu dem Thema. „Julien, der Sohn einer guten Freundin, war 15 Jahre alt, als er seine Diagnose erhielt“, erzählt sie. „Nach einer minimalen Wartezeit von 4 Wochen hat er erfolgreich Stammzellen transplantiert bekommen. Danach folgten 200 einsame Tage in Isolation zu Hause mit abgekochtem Essen, keinen Freunden, und selbst das geliebte Haustier musste ausziehen. Nun lebt er mit der neuen Blutgruppe seiner Spenderin, welche zwischen 30 und 40 Jahre ist und selbst 3 Kinder hat. Julien findet, sie ist ein toller Mensch. Recht hat er!“ Frau Meistring ist selbst bei der DKMS registriert und ermöglicht deshalb Interessenten, mit ihr unkompliziert über die Krankheit und die Möglichkeit einer Registrierung zu sprechen. Das Asklepios Klinikum Teupitz spendet der DKMS die Registrierungskosten von jeweils 35 Euro für die ersten 15 Spender. Für Interessierte ist der Ablauf wie folgt: Bitte melde Sie sich im Vorfeld bei Frau Meistring unter der Rufnummer 033766/6591 oder per Email an u.meistring@asklepios.com, wenn Sie sich für die Registrierung interessieren. Die Registrierungen werden am 17.September 2019 im Zeitraum von 13 bis 15.30 Uhr in Haus 1 des Klinikums, Raum E. 41, nach vorheriger medizinischer Aufklärung durchgeführt. Es wird ein Fragebogen ausgefüllt, die Speichelprobe mittels Tupfer entnommen und versandfertig gemacht. Nach Eingang bei der DKMS ist man als potentieller Spender registriert. Selbstverständlich kann jeder Interessierte auch später selbständig bei der DKMS ein Spenderset ordern und sich selbst registrieren lassen. Die erforderlichen Kosten der Untersuchung werden durch Spendengelder getragen, das bedeutet für jeden eine kostenfreie Registrierung. „Für jeden Gesunden ist es ein Klacks, zum Spender zu werden“, sagt Ute Meistring. „Es kostet lediglich die Mühe der Registrierungsprozedur und den festen Willen, bei positiver Anfrage dann auch tatsächlich dazu zu stehen und sein Blut oder Knochenmark zu spenden. Jeder sollte sich vorher im Klaren seien, dass bei Anfrage die eigene Planung ganz kurz mal ins Wanken gerät. Vielleicht steht ein Urlaub zur Disposition oder Ähnliches. Aber derjenige, der jetzt gerade eine Spende braucht, fährt eventuell nie wieder irgendwo hin. Und mal ehrlich – ein Leben mit so minimalem Aufwand zu retten, ist für beide Seiten eine ziemlich große Sache.“ RED