Jugend forscht: Creme aus Gerstengras

Dahmeländer Schulen sind gut vertreten beim Regionalwettbewerb in Eberswalde

Für den diesjährigen Regionalwettbewerb Brandenburg Ost „Jugend forscht und Schüler experimentieren“ sind 55 Projekte bei der Jury eingegangen. Am 1. März wird es für die 84 Teilnehmer aus 21 Schulen im Zentrum für Erneuerbare Energien „Hermann Scheer“ in Eberswalde  ernst. Ausrichter ist das regionale Energieunternehmen EWE. Am Ende des Wettbewerbstages steht fest, wer sich fürs Brandenburger Landesfinale in Schwarzheide qualifiziert hat. Motto des 53. Wettbewerbsjahres: „Spring!“.

Die Jungforscher zeigen auch in diesem Jahr wieder eine große Bandbreite an spannenden und innovativen Projekten in den sieben Fachgebieten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik sowie Technik. So beschäftigte sich eine Biologin mit dem Kreislauf des Lebens, ein junger Chemiker widmete sich dem Einfluss der Benzinsorte auf die Abgase einer Motocross-Maschine. Sehr sozial und praxisorientiert wollen zwei Nachwuchstechniker mit ihrem Forschungsprojekt den eingeschränkten Sehbereich von Rollator- und Rollstuhlbenutzern optimieren. Diese und andere Beispiele zeigen, dass die Themenvielfalt der Projekte nahezu grenzenlos ist.

Der Norden von Dahme-Spreewald ist mit zahlreichen Jungforschern vor Ort. Bei den Jugendlichen über 15 Jahren ist die Gesamtschule Paul Dessau Zeuthen allein mit fünf Gruppen am Start. Sie beschäftigen sich unter anderem mit zukunftsweisenden Lösungen für das Müllproblem und der Frage, wie aus Gerstengras Creme hergestellt werden kann. Das Wildauer Villa Elisabeth Gymnasium beschäftigt sich mit der Verzuckerung von Altbrot-Stärke. Das Königs Wusterhausener Schiller-Gymnasium kümmert sich um Mikroplastik im Abwasser. Auch bei den Junioren, den bis 14jährigen, sind die Wildauer und die Zeuthener Schulen mit dabei. Aus der Villa Elisabeth kommt zum Beispiel ein Erkältungsspray, das aus Sauerteig und Kräutern hergestellt wird.

„Ins Rennen gehen auch weitere Projekte, die sich mit Energiethemen beschäftigten“, freut sich Dr. Ulrich Müller, EWE-Generalbevollmächtigter und Gastgeber des Regionalwettbewerbs. „So untersuchten Schüler beispielsweise, ob und in welchem Umfang ein Photovoltaikmodul Strom mit Mondlicht erzeugen kann. Das ist ein gutes Zeichen dafür, dass sich die Jugend heute bereits Gedanken über eine nachhaltige Energieversorgung macht“, so Müller weiter.

Insgesamt ist Müller begeistert, dass sich Jahr für Jahr mehr Schülerinnen und Schüler für die MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik begeistern und beim Wettbewerb mitmachen. „Im vergangenen Jahr gingen in Ostbrandenburg 61 Teilnehmer an den Start, in diesem Wettbewerbsjahr sind es 84 Jungforscher. Das ist eine äußerst positive Entwicklung“, so Müller.

Freuen würde sich der Gastgeber, wenn am Projekttag viele Schülerinnen und Schüler aber auch interessierte Bürger nach Eberswalde kämen, um sich die Leistungen der Jungforscher anzusehen und diese zu wertschätzen. „Zwischen 13.30 und 15.30 Uhr laden wir zu einem Rundgang durch die Projektausstellung ein. Die jungen Forscher präsentieren dann ihre Projekte und beantworten die Fragen der Besucher“, so Müller.

Seit der Gründung 1965 ist die Unterstützung der Wettbewerbe durch Wirtschaft und Wissenschaft ein Eckpfeiler von Jugend forscht. Bereits seit 2001 ist das Energieunternehmen EWE Patenunternehmen und Ausrichter für den Regionalwettbewerb Brandenburg Ost. Weitere Informationen zum Wettbewerb gibt es unter www.jugend-forscht.de.

Red/PI EWE

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