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Kelten-Goldfund wird öffentlich präsentiert

Landesmuseum Brandenburg präsentiert für kurze Zeit
die vor vier Jahren entdeckte archäologische Sensation

Der spektakuläre Kelten-Fund mit den 42 Goldmünzen, der 2018 beim Ort Baitz im Fläming entdeckt wurde, ist jetzt erstmals öffentlich in einer Ausstellung des Archäologischen Landesmuseum Brandenburg in Brandenburg an der Havel zu sehen. Bis zum 3. Juli 2022 besteht die Möglichkeit, den Schatz in einer ersten Präsentation zu inspizieren. Erst im Jahr 2025 wird der Münzhort im Rahmen einer geplanten Sonderausstellung, die erstmals sämtliche Funde aus keltischem Kontext im Land Brandenburg der Öffentlichkeit präsentieren soll, wieder gezeigt.

Das Siedlungsgebiet der Kelten reichte von der iberischen Halbinsel über West- und Mitteleuropa bis nach Anatolien. Nur im heutigen Brandenburg siedelten sie nie. „Und doch wurde ausgerechnet hier, am Rand des Hohen Fläming, ein einmaliger Schatz gehoben: 42 Goldmünzen, etwa 2000 Jahre alt, sogenannte ‚Regenbogenschüsselchen’“, schwärmt Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle. „Der Fund unterstreicht: Grenzüberschreitender Handel, Migration und Kulturaustausch sind keine neuen Themen des 21. Jahrhunderts.“

Der einzigartige Fund gelang dem ehrenamtlichen Denkmalpfleger Wolfang Herkt: „Das ist ein Ausnahmefund, den man vermutlich nur einmal im Leben macht. Es ist ein gutes Gefühl, mit einem solchen Fund zur Erforschung der Landesgeschichte beitragen zu können“, sagt er. Die Forschung an den Baitzer Münzen habe erst angefangen, ergänzt Landesarchäologe Prof. Dr. Franz Schopper. „Bisher war nur eine derartige Münze aus unserem Land bekannt, sie kam in Paaren-Glien zutage. Die große Anzahl an Münzen aus dem Neufund eröffnet viele neue Erkenntnismöglichkeiten.“

Die Entdeckung der Münzen wirft ein Licht auf die weitreichenden Netzwerke des frühgeschichtlichen Europas. Die Kelten waren eine eisenzeitliche Volksgruppe. Die Münzen bestehen hauptsächlich aus Gold sowie Silber und etwas Kupfer. Der Fund lag innerhalb einer Siedlung der frühgermanischen Jastorf-Kultur. Das spricht für deren überregionale Bedeutung mit weitreichenden Fernkontakten. Die Untersuchungen zu diesem hierzulande einzigartigen Schatzfund, der Klärung seiner Herkunft, seines Importweges, aber auch seiner Empfänger laufen derzeit.

RED / PI Landesregierung

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