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Kinderschutz im Sportverein

Landkreis und Kreissportbund in Dahme-Spreewald entwickeln Zertifikat Sportjugendtag in Bestensee stellte Konzept vor

Mit einem neu entwickelten Zertifikat Kinderschutz im Sportverein möchten der Landkreis Dahme-Spreewald, die Sportvereine im Landkreis sowie der Kreissportbund Dahme-Spreewald e. V. (KSB) und seine Jugendorganisation, die Sportjugend, gemeinsam dafür Sorge tragen, dass die Sicherheit von Kindern und Jugendlichen im Verein oder auch im Verband gewährleistet ist und dieser einen sicheren Ort gegen jegliche Art von Gewalt und sexuellen Missbrauch bietet.

Dafür haben jüngst Landrat Stephan Loge, der Sport- und Jugenddezernent des Landkreises Stefan Wichary, die Vorsitzende des Kreissportbundes Dahme-Spreewald e.V. Beate Burgschweiger sowie stellvertretend für die Kreissportjugend Sportjugendkoordinator Michael Werner eine gemeinsame Richtlinie unterschrieben, die vor kurzem auf dem Sportjugendtag in Bestensee offiziell vorgestellt wurde. „Leider müssen wir immer wieder erleben, dass Kinder und Jugendliche Opfer von sexuellen Missbrauch oder Misshandlungen in Sportvereinen werden“, so Landrat Stephan Loge. „Ebenso äußern sich ehrenamtlich Tätige, dass sie sich allein gelassen fühlen, wenn sie Fälle von Kindeswohlgefährdungen erleben müssen.“ Mit dem Zertifikat könnten nun Vereine einerseits bei der Werbung um neue Mitglieder darstellen, dass sie sich der Problematik bewusst sind und Schutzmechanismen installiert haben. „Andererseits können sie aber auch ihre eigenen Trainer und sonstigen Leitungskräfte unterstützen und absichern, wenn sie Anzeichen von Kindeswohlgefährdungen zu erkennen glauben“, sagt Stephan Loge.

Mit den beiden Vereinen Ajax Eichwalde 2000 e.V. und TSG Lübben 1965 wurden bereits, Präventions- und Schutzkonzepte erarbeitet, um die Praxistauglichkeit der Richtlinie zu überprüfen. KSB-Sportjugendkoordinator Michael Werner erklärt, dass die vorliegenden Konzepte zeigen, wie örtliche und personelle Gegebenheiten zu berpücksichtigen sind. So sieht die Richtlinie für die Zertifizierung vor, eine verantwortliche Person im Verein für das Thema zu benennen und dies in einem Schutzkonzept zu manifestieren. So stelle das Zertifikat klare Strukturen und Verhaltensweisen im Sportverein in den Fokus und bringe neben dem Kinderschutz auch Handlungssicherheit für die Vereinsverantwortlichen in der alltäglichen Arbeit, betont die Vorsitzende des Kreissportbund Dahme-Spreewald e.V. Beate Burgschweiger.

Die Richtlinie berücksichtige einerseits, so betonen ihre Unterzeichner, dass Sportvereine durch Ehrenamtliche getragen werden, deren Hauptaugenmerk in der Vereinsarbeit ihrem Sport gilt. Andererseites sollen durch die Erteilung eines solchen Zertifikates durch den Landkreis die Vereine nachweisen, dass sie über ein entsprechendes Vereinskonzept verfügen, über das die Vereinsmitglieder informiert sind und dass alle Vereinsvertreter im Sinne der Richtlinie im Zyklus von drei Jahren den Ehrenkodex des Deutschen Olympischen Sportbundes und der Deutschen Olympischen Sportjugend anerkennen.

Alle Vereinsvertreter sollen im Sinne der Richtlinie im Zyklus von drei Jahren ein erweitertes Führungszeugnis ohne einschlägige Verurteilungen vorlegen. Im Zyklus von drei Jahren soll durch die Vereine überprüft werden, dass jeder Verantwortliche eine geeignete Schulung zum Thema „Kinderschutz“ wahrgenommen hat oder in einem entsprechend qualifizierten Beruf tätig ist. Zudem soll jeder Verein eine Verantwortliche oder einen Verantwortlichen für den Kinderschutz bestellen.

Der Kreissportbund Dahme-Spreewald e. V. steht den Vereinen in der Beratung und Umsetzung zur Seite. Ansprechpartner für die Vereine ist Sportjugendkoordinator Michael Werner. Sein Kontakt lautet: Kreissportbund Dahme-Spreewald e. V., Sportjugendkoordinator Michael Werner, Sport- und Erziehungswissenschaftler M.A., Weg am Krankenhaus 2, 15711 Königs Wusterhausen, Rufnummern 03375/5670697 oder 0176/72650002, Email an werner@ksb-lds.de. Weitere Informationen sind auf der Homepage des Kreissportbundes www.ksb-lds.de detailliert beschrieben. RED / PI LDS

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