Knete in Massen für Maaßen 

Wer von uns Dahmeländern hat den Traum nicht: Nichts tun und trotzdem Kohle kriegen. Kräftig Kohle. Für einen wird er wahr: für den bisherigen Verfassungsschutzpräsidenten Maaßen. Mit wichtigtuerischem und an-Maaßen-dem Gerede brachte er die Regierung des wichtigsten europäischen Landes in Bedrängnis. Er sollte daraufhin sein Amt verlieren. Seine Anhänger behaupten nun: Hier in Deutschland darf keiner mehr seine Meinung sagen. Also wird er in ein anderes Amt befördert, dann rückbefördert und er kartet nach, als er dann doch gehen muss: Maaßen gibt sich schlauer als alle Behörden hierzulande, als eine über den Wassern schwebende Eminenz. Und spricht von einer linken Verschwörung in der Bundesregierung und vor allem bei der SPD  gegen ihn. Wann ist die Bezeichnung „links“ und dann noch „radikal“ zuletzt im Zusammenhang mit der SPD verwendet worden? Fälschlicherweise vor mindestens 50 Jahren! Dazu passt das, was er zum Abschied vor seinen ausländischen Kollegen sagte und ins Intranet stellt. Darin legt er nahe, was er auch nicht bestreitet: Er hat auf dieses Aus mit dem Nichts-mehr-tun hingesteuert – und er wollte es allen noch einmal so richtig zeigen. Nun reibt er sich genüsslich die Hände: Die Kohle kommt weiterhin zu Maaßen. Nicht in Maaßen, sondern zuhauf. Zunächst erhält er seine bisherigen Bezüge weiter. Nicht gerade maaßvolle: Als Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz hatte er ein Grundgehalt von 11.241 Euro brutto monatlich. Das gibt es für ihn jetzt bis zu drei Jahre lang  – bevor er seine Pension kriegt – ein Ruhegehalt für in den einstweiligen Ruhestand versetzte Beamte. Die Höhe ist im Beamtenbesoldungsgesetz genau geregelt: Jetzt muss er anfangen zu sparen, denn es wird knapp: Maaßen bekommt danach nur noch 71,75 Prozent seiner zuletzt erreichten Bezüge. Ausgegangen wird bei der Ruhestands-Kneteberechnung vom Grundgehalt und weiteren Bezügen wie zum Beispiel Stellenzulagen. Weitere Bezüge mal außer acht gelassen, kassiert Maaßen dann monatlich etwas mehr als 8000 Euro. Weil ihm aber wohl noch weitere Zulagen zustehen, dürfte die tatsächliche Summe höher liegen. Bei rund 9000 Euro. Im Monat. Knete nicht in Maaßen, sondern in Massen.

Hat sich doch gelohnt, dummes Zeug zu reden und gegen die Regierung zu stänkern. Das kann er nun vielleicht bald bei der AfD ausgiebig tun. Die will ihn. Besonders lauten Applaus bekommt er ja schon aus der extremen rechte Ecke des politischen Spektrums. Was sagt uns das? Alles rechtens. Man kann  ruhig ein wenig dämlich sein, solange es sich in Maaßen hält. Dann macht es sich auch bezahlt. Und überhaupt.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here

*

Willkommen auf kw-kurier.de!

Um Ihnen ein angenehmes Online-Erlebnis zu ermöglichen, setzen wir auf unserer Webseite Cookies ein. Durch das Weitersurfen auf kw-kurier.de erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Detaillierte Informationen und wie Sie der Verwendung von Cookies jederzeit widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen „Cookies, Webanalyse-Dienste und Social Media“.