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Montag, Februar 26, 2024
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Köchinnen und Kellner dürfen nicht die Zeche zahlen

Gewerkschaft fordert Soforthilfe für Beschäftigte in Gastronomie und Hotellerie

Nach Angaben der Arbeitsagentur beschäftigt die Gastronomie im Landkreis Dahme-Spreewald 1.907 Menschen in 273 Betrieben. Weitere 1.056 Beschäftigte arbeiten in 110 Unternehmen des Beherbergungsgewerbes. Diese rund 3000 ArbeitnehmerInnen bringt der aktuelle Lockdown für die Branche in existentielle Nöte, warnt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Sie fordet daher einen Corona-Schutzschirm für die Beschäftigten im Hotel- und Gaststättengewerbe.

„Köchinnen, Kellner und Hotelangestellte haben seit dem Frühjahr mit massiven finanziellen Einbußen durch die Kurzarbeit zu kämpfen. Wegen der meist niedrigen Löhne im Gastgewerbe und des fehlenden Trinkgeldes sind nun auch die letzten Reserven aufgebraucht. Das Geld reicht kaum mehr für die Miete – von Weihnachtsgeschenken ganz zu schweigen“, sagt Sebastian Riesner, Geschäftsführer der NGG-Region Berlin-Brandenburg. Die NGG fordert deshalb die Bundesregierung auf, den Beschäftigten im Gastgewerbe eine Corona-Sofort-Nothilfe in Höhe von 1000 Euro zu zahlen. „Die Politik greift den Firmen mit enormen Summen unter die Arme, um eine Pleitewelle zu verhindern. Jetzt darf sie die Beschäftigten nicht im Regen stehen lassen“, so Riesner. Nach Einschätzung der NGG würden sich die Kosten für eine Beschäftigten-Nothilfe im Dezember auf rund 600 Millionen Euro belaufen. Zum Vergleich: Die Unternehmenshilfen im Gastgewerbe kosten den Staat laut Bundesregierung allein in diesem Monat 17 Milliarden Euro.

Außerdem müsse die Auszahlung der Unternehmenshilfen an den Erhalt von Arbeitsplätzen geknüpft werden. „Klar ist auch, dass die Politik rasch einen Fahrplan vorlegen muss, wie es im neuen Jahr weitergeht“, fordert Gewerkschafter Riesner. Bis eine Covid-19-Impfung für die gesamte Bevölkerung bereitstehe, könnten noch Monate vergehen – eine Zeit, die Unternehmen und Beschäftigte im heimischen Gastgewerbe ohne weitere Hilfen nicht haben.

RED/ PI NGG Berlin-Brandenburg

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