Kopflos in die Niederlage

Netzhoppers verlieren daheim gegen Weltauswahl Innsbruck mit 1:3

Illusionen über einen Sieg hatte sich Netzhoppers-Trainer Mirko Culic nicht gemacht. Aber die Hoffnung, daheim in der Bestenseer Landkost Arena einen oder zwei Sätze auch gegen eine Mannschaft wie Innsbruck zu holen. Der mehrfache österreichische Meister Hypo Tirol Alpenvolleys Haching spielt mit einer Wildcard in der deutschen Bundesliga um Punkte. Die Mannschaft setzt sich aus einer reinen Weltauswahl zusammen und konnte sich in den vergangenen Jahren regelmäßig mit Mannschaften in der Champions League messen. Im Team spielt nur ein einziger Akteur aus Deutschland. Die anderen 13 Spieler kommen aus Brasilien (4), Tschechien (1), Slowakei (3), Belgien (1), Österreich (1), Kolumbien (1), Polen (1) und Kanada (1). Aber das reizte nicht zum Kommen. Nur 335 Zuschauer wollten die Begegnung in der Landkost-Arena sehen. Mittwochabend-Spiele in der Volleyball-Bundesliga sind beliebt wie kalte Füße. Die Hoffnung auf einen Punkt wurde dem Netzhoppers-Coach zwar erfüllt, doch die Brandenburger mussten sich den Gästen aus Innsbruck mit 1:3-Sätzen (25:23, 13:25, 21:25, 15:25) geschlagen geben. Es war bereits die zwölfte Saisonniederlage für die Hausherren. Dabei waren sie stark ins Match gestartet. Aber wie schon oft in den vergangenen Partien hat es die Mannschaft anschließend nicht geschafft, den Anfangsschwung in die weiteren Durchgänge mitzunehmen. Mirko Culic war dann auch ziemlich sauer. „Das hat alles etwas kopflos ausgesehen“, schimpfte er. Seine Mannschaft hatte nach einer 1:0-Satzführung völlig den Faden verloren und war in die nicht notwendige Heimniederlage gestolpert. Satz zwei und drei waren wenig bundesligatauglich. Leiden die Netzhoppers zum Schluss der Saison unter Motivationsproblemen? Vielleicht, weil sie aller Abstiegssorgen ledig sind, aber schon vorher keine reelle Chance mehr bestand, die Playoffs noch zu erreichen. Aber er sagt auch realistisch: „Platz neun, das ist eben unsere Realität.“ Doch er fordert für die letzten drei Spiele: „Wir dürfen nicht den Eindruck erwecken, dass uns jetzt alles egal ist.“ Culic tröstete sich: „So schlecht, wie wir diesmal gespielt haben, sind wir gar nicht.“

Es stehen zum Saisonschluss noch drei schwere Spiele für die Netzhoppers an. Auswärts treten sie bei den Spitzenteams Berlin Volleys und United Volleys Rhein-Main an. Zu Gast in Bestensee ist am 17. März nur noch die SVG Lüneburg. „Wir werden alles für einen guten Saisonabschluss geben.“ UR / F: Netzhoppers

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