Kreistag Dahme-Spreewald wählte neuen Vorsitzenden

Der Königs Wusterhausener Georg Hanke hat in den letzten Jahren schon viel Erfahrung in der Kommunalpolitik auf Kreis- und städtischer Ebene gesammelt. Foto: LDS

Georg Hanke (SPD) aus Königs Wusterhausen leitet ab sofort das Präsidium 

Der Kreistag des Landkreises Dahme-Spreewald hat einen neuen Vorsitzenden: Georg Hanke (SPD) ist vom Gremium in der jüngsten Sitzung in der vergangenen Woche mehrheitlich gewählt worden. Der Königs Wusterhausener konnte 33 von 53 gültigen Stimmen auf sich vereinigen. Damit setzte sich der 51jährige gegen die Mitbewerberin Katharina Ennullat von der Fraktion UBL/FREIE WÄHLER/FWKW durch, die ihrerseits 20 Stimmen erhielt. Hanke folgt damit auf die bisherige Vorsitzende Sylvia Lehmann (SPD), die ihr Mandat Ende 2019 mit dem Wechsel in den Bundestag niedergelegt hatte. Dem Kreistag Dahme-Spreewald gehören in der aktuellen 6. Wahlperiode insgesamt 56 Abgeordnete sowie der Landrat als stimmberechtigtes Mitglied an.

Georg Hanke, 1968 in Bonn geboren, ist seit 2003 gewähltes Mitglied des Kreiselternrates und seit 2013 Vorsitzender des Kreiselternrates des Landkreises Dahme-Spreewald. Seit fast 17 Jahren führt er auch den Vorsitz im Kreisschulbeirat des Landkreises und gestaltet brandenburgische Schulpolitik mit. Auf kommunaler Ebene ist Hanke seit 2008 in der Stadtverordnetenversammlung in Königs Wusterhausen tätig, deren Vorsitzender er von 2009 bis 2019 war. Zugleich ist er seit 2014 Mitglied im Kreistag des Landkreises Dahme-Spreewald. Der dreifache Familienvater ist Dozent an der Fachhochschule für Finanzen in Königs Wusterhausen und aufgrund seines ehrenamtlichen Engagements Träger der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. 

Der erfahrene Kommunalpolitiker Hanke ist erblindet. Er ermunterte in der erstmals durch ihn geführten Kreistagssitzung jedoch ausdrücklich dazu, deswegen „keine Berührungsängste“ zu haben. Landrat Stephan Loge gratulierte ihm herzlich zur Wahl: „Ich blicke auf eine solide und konstruktive Zusammenarbeit in der übrigen Legislaturperiode und freue mich, dass wir mit der Ernennung eines blinden Kreistagsvorsitzenden als Landkreis eine Vorreiterrolle in Sachen Inklusion einnehmen“, sagte er. RED/ PI LDS