Kreuzberger Familienbetrieb zieht nach KW

Der erste symbolische Spatenstich für die Ansiedlung der Robert Helwig GmbH im Technologiepark auf dem Funkerberg ist getan. Gemeinsam mit den Geschäftsführern Klaus Helwig (l.) und Sebastiano Incollu packen Bürgermeister Swen Ennullat (2.v.r.) und der amtierende Kreistagsvorsitzende Karl Uwe Fuchs (r.) mit an. Foto: R. Anton

Erster Spatenstich im neuen Technologiepark auf dem Funkerberg

Zehn weitere sollen in diesem Jahr folgen

Mit dem ersten Spatenstich für die Ansiedlung der Robert Helwig GmbH im Technologiepark auf dem Funkerberg ist in der vergangenen Woche symbolisch auch der Startschuss für die weitere Entwicklung des Areals gefallen. Die Firma aus Berlin-Kreuzberg besteht seit mehr als 100 Jahren und fertigt zum Beispiel Injektions- und Knopfkanülen für die Medizin, aber auch für technische Anwendungen. „Es ist besonders schön, dass wir hier einen Familienbetrieb willkommen heißen dürfen“, begrüßte Bürgermeister Swen Ennullat die Firma.

Das Traditionsunternehmen mit 15 Mitarbeitern möchte expandieren und wird sich auf einem 2800 Quadratmeter großen Grundstück an der Straße „Zum Technologiepark“ ansiedeln. „Der neue Firmensitz ist durch die Nähe zu Berlin, vor allem aber auch aufgrund der guten Verkehrsanbindung für uns attraktiv“, sagt Klaus Helwig, einer der beiden Geschäftsführer des Unternehmens. „Wir erhoffen uns durch die neue und vor allem größere Fertigungsstätte im Technologiepark eine Erhöhung der Produktivität und die Schaffung neuer Arbeitsplätze.“ Einen Wunsch äußerte er in Richtung Landkreis. „Der öffentliche Personennahverkehr sollte den Technologiepark in seinen Routenplan aufnehmen. Einige unserer Mitarbeiter nutzen Bahn und Bus, um zur Arbeit zu gelangen. Und sie werden wohl nicht die einzigen bleiben.“ Das Anliegen nahm Karl Uwe Fuchs, amtierender Vorsitzender des Kreistags, gern auf.

Etwa drei Millionen Euro investiert die Firma in ihren Neubau. Im unteren Bereich des Gebäudes sollen die Fertigungsmaschinen Platz finden. In der oberen Etage erfolgt die Montage. Der Vorteil ist, dass die Ware bereits nahezu steril die Fertigung verlässt. Der Betrieb im Technologiepark soll Ende 2020 aufgenommen werden. Bereits Anfang 2021 soll das erste Medizinprodukt aus Königs Wusterhausen geliefert werden. Die Mitarbeiter, die zum Teil seit ihrer Ausbildung dort tätig sind, werden in Königs Wusterhausen weiter beschäftigt. Die Stadt Königs Wusterhausen hat die Erschließung der Verkehrsflächen übernommen. Die Gesamtkosten dafür liegen bei rund 6,5 Millionen Euro. Davon kommen 3,5 Millionen Euro von der Investitionsbank des Landes Brandenburg. Die stadteigene Entwicklungs- und Betreibungsgesellschaft mbH & Co. KG kümmert sich um die Vermarktung der Verkaufsflächen. Im 1. Bauabschnitt des Technologieparks auf dem Funkerberg sind aktuell etwa 70 Prozent der Flächen verkauft. Vorgesehen ist, dass in diesem Jahr noch zehn weitere Spatenstiche auf dem Areal erfolgen.

RED/PI Stadt KW