Labor für die Hosentasche

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Thomas Kralinski (r.), Chef der Potsdamer Staatskanzlei, beglückwünscht Oculyze-Geschäftsführer Kilian Moser und Team-Berater Prof. Dr. Marcus Frohme (l.) zur Auszeichnung.

Wildauer Firma Oculyze ist ausgezeichneter Ort im Land der Ideen

Die Wildauer Firma Oculyze, eine Ausgründung aus der Technischen Hochschule Wildau, ist einer von zwei Brandenburger Preisträgern 2017 im bundesweiten Wettbewerb „Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen“. Das Unternehmen hat ein mobiles System entwickelt, das mittels Smartphone-Mikroskop und automatisierter Bilderkennung ortsunabhängig mikroskopische Bilder aufnehmen und innerhalb von Sekunden auswerten kann. Das Oculyze-Mikroskop hat eine rund 400fache Vergrößerung und kann Objekte mit einer Größe von 2 bis 50 Mikrometer betrachten.Erste Anwendung fand das System bei der schnellen und einfachen Analyse von Hefe im Bierbrauprozess. In nur wenigen Minuten lassen sich automatisch die Konzentration, die Lebensfähigkeit und die Knospenzahl von Hefezellen bestimmen. Ein Kontaminations-alarm für unerwünschte Mikroorganismen befindet sich derzeit in der Entwicklung. Zukünftige Anwendungsgebiete sind die Überwachung industrieller Prozesse, aber auch die medizinische Diagnostik für die Blutanalyse.

Thomas Kralinski, Chef der Potsdamer Staatskanzlei, lobte bei der Preisverleihung die Oculyze-Vision vom „Labor für die Hosentasche“ als wichtigen Beitrag zum Thema Digitalisierung. Die Zukunft werde auch in Brandenburg aus Ideen gemacht. „Gute Einfälle sind der Rohstoff des 21. Jahrhunderts. Wer sich entwickeln will, der braucht Innovationen.“ Neben Oculyze wurde auch das Hasso-Plattner-Institut Potsdam für eine Schul-Cloud ausgezeichnet.

T+F: Bernd Schlütter, TH Wildau 

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