Lange Liste von Bürgervorschlägen

Schönefelder Stadtentwicklungskonzept geht in die nächste Runde

In Schönefeld ist der öffentliche Teil der zweiten Runde für ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept (INSEK) beendet. Das beauftragte Büro Stadt I Ökonomie I Recht zeigt sich mit dem bisherigen Verlauf sehr zufrieden. Über 200 eingegangene Stellungnahmen mit über 500 Vorschlägen – das ist die bisherige Bilanz der Bürgerbeteiligung.

Die Liste der Anregungen und Ideen, die in den vergangenen Wochen beim Büro SÖR, in der Verwaltung oder auch bei den Ortsbeiräten eingegangen sind, reicht von Vorschlägen zur Verkehrsentlastung, über die Verbesserung des ÖPNV sowie der medizinischen und sozialen Infrastruktur in den Ortsteilen bis hin zur attraktiveren Gestaltung von Park- und Grünanlagen. Die meisten Vorschläge trafen entsprechend der Größe der Ortsteile aus Großziethen, Schönefeld und Waltersdorf ein. In letztgenanntem Ortsteil hatte Ortsvorsteher Olaf Damm ergänzend im Mai jeweils eine Ortsbegehung für die Gemeindeteile Waltersdorf und Rotberg angeboten. Auch die dort genannten Vorschläge fließen ins INSEK ein.

Eine Vielzahl Stellungnahmen richteten sich gegen den Bau einer Umgehungsstraße in Großziethen. Dazu gingen mehr als drei Dutzend Mails sowie eine Unterschriftenliste ein. Insbesondere die Bürgerinitiative „Natürlich Großziethen“, die sich erst kürzlich gegründet hat, machte gegen eine solche Variante zur innerörtlichen Verkehrsberuhigung mobil. Neben den Dokumentationen der Videokonferenzen in den einzelnen Ortsteilen hat das Büro SÖR eine Kurz-Zusammenfassung der bisher eingebrachten konzeptionellen Ideen zusammengestellt. Alle Dokumente sind auf der Homepage der Gemeinde veröffentlicht und können dort heruntergeladen werden (http://www.gemeinde-schoenefeld.de/alle-infos-zuminsek.html).

Die eingereichten Vorschläge werden nun gesichtet und bewertet. Die bereits erstellten Ortsteilsteckbriefe als auch Dokumentationen der virtuellen Bürgergespräche werden zudem in einer Gesamtdokumentation für alle Ortsteile zusammengefasst, um dem Entwicklungsausschuss der Gemeinde einen Zwischenstand präsentieren zu können. Dies wird voraussichtlich nach der Sommerpause im August sein. Zudem sind ergänzend Expertengespräche geplant, bevor auch die EinwohnerInnen in den Ortsteilen noch einmal gehört werden. Die dritte Runde der Bürgerbeteiligung ist für den Herbst geplant. Später sollen Schlüsselprojekte und –maßnahmen formuliert werden, die letztlich in ganz konkreten Vorhaben münden. Die Gemeindevertretung will am Ende ein Gesamtmaßnahmen-Paket inklusive Kalkulation und Priorisierung der Vorhaben beschließen.

RED / PI Gemeinde Schönefeld