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LDS nimmt knapp 2000 weitere Geflüchete auf

In Kolberg wurde eine Gemeinschaftsunterkunft wieder in Betrieb genommen Weiteres Hostel in Mittenwalde in der Vorbereitung

Hinsichtlich der Unterbringung von Geflüchteten und Asylsuchenden sieht das Aufnahmesoll für das Jahr 2023 vor, 1985 weitere Personen im Landkreis Dahme-Spreewald aufzunehmen. Darüber informiert die Kreisbeörde in einer aktuellen Mitteilung. Dies wird durch das Landesaufnahmegesetz für die Landkreise sowie die Städte und Gemeinden Brandenburgs geregelt. Aktuell kommen viele Menschen aus der Ukraine, Afghanistan, Syrien und weiteren Ländern nach Deutschland und suchen hier Schutz vor Krieg und Verfolgung. Dieser Aufgabe, so heißt es in der Erklärung weiter, müssten sich nun der Landkreis und die Kommunen in Anbetracht der weiter steigenden Flüchtlingszahlen stellen.

Durch die andauernde Aufnahme weiterer geflüchteter Menschen stoßen die bereits vorhandenen Unterkünfte des Landkreises an ihre Kapazitätsgrenzen, erkärt die Verwaltung. Derzeit leben 1570 Menschen in 19 Gemeinschaftsunterkünften. Gut 600 von ihnen haben bereits einen Aufenthaltstitel und könnten somit in eine eigene Wohnung ziehen. Die aber kaum mehr vorhandene Möglichkeit, eine Wohnung zu finden, habe somit auch zur Folge, dass die Unterbringungsplätze für Geflüchtete in Gemeinschaftsunterkünften belegt sind.

In Anbetracht des durch das Land Brandenburg festgelegten Aufnahmesolls seien der Landkreis und die Kommunen in der gemeinsamen Verantwortung, zügig weitere Kapazitäten für die Unterbringung der Menschen zu schaffen. Dabei gehe es um größere Objekte, die zur Unterbringung in Form von Gemeinschaftsunterkünften oder Wohnungsverbünden geeignet seien. Bereits vor gut zwei Monaten, am 15. Februar 2023, konnte eine ehemalige Gemeinschaftsunterkunft mit 64 Plätzen in Kolberg (Heidesee) wieder in Betrieb genommen werden.

In Kürze kann in Mittenwalde ein Hostel als weitere Unterkunft eröffnet werden. Das bisher als Wohnheim für Arbeitskräfte betriebene Hostel wird auch in Zukunft für einen Personenkreis genutzt, der schon ein Bleiberecht besitzt oder einer Erwerbstätigkeit, jetzt oder kurzfristig, nachgeht. Die Unterkunft wird von einem erfahrenen Betreiber bewirtschaftet und arbeitet eng mit Ansprechpartnern für alle Belange und Hilfen vor Ort zusammen. Mittenwaldes Bürgermeisterin Maja Buße, Landrat Stephan Loge und Mittenwaldes Vorsitzender der Stadtverordneten Lutz Krause haben sich zu einem abgestimmten Handeln sowie einer Steuerung der Belegung beraten. Bürgermeisterin Maja Buße sieht die Zwänge des Landkreises, erwartet aber darüber hinaus mehr Unterstützung durch das Land und den Bund bei der Betreuung der untergebrachten Personen. Dies könne aus ihrer Sicht nicht auf die Zivilgesellschaft abgewälzt werden. In der nächsten Stadtverordnetenversammlung der Stadt Mittenwalde, die voraussichtlich am 8. Mai 2023 stattfindet, soll zum Stand der Vorbereitungen berichtet werden.

Weiterhin befindet sich der Landkreis Dahme-Spreewald in Sondierungen mit Kommunen und prüft weitere Standorte und Baurechtsbelange für den gemeinsamen Aufnahmeprozess von geflüchteten Menschen. Die Verwaltungsspitzen der Kommunen seien als erste und direkte Ansprechpartner durch den Landkreis in die Standortauswahl einbezogen, so die Kreisbehörde. RED / PI LDS

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