Lernen auf dem Dorfanger

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Beim ersten Spatenstich am neuen Schönefelder Gymnasium dabei: Kreistagsvorsitzender Martin Wille, Sozialdezernent Carsten Saß, Ortsvorsteher Robert Rust, die Abgeordneten Martina Mieritz und Tina Fischer, Landrat Stephan Loge, Bürgermeister Udo Haase und Baudezernent Chris Halecker (v.l.n.r.).

Erster Spatenstich für Schönefelds neues Gymnasium

Nach nur 14 Monaten Vorbereitungs- und Planungszeit konnte in der vergangenen Woche der erste Spatenstich für ein neues staatliches Gymnasium in Schönefeld vollzogen werden. Landrat Stephan Loge, Schönefelds Bürgermeister Udo Haase und weitere Vertreter aus Kreis und Ort gaben damit den Startschuss für die eigentlichen Bauarbeiten an einem überaus ambitioniertem Projekt, das bereits im Sommer 2019 fertig gestellt werden soll.

„Mit diesem Auftakt wird die von Anfang an bewiesene Kontinuität bei der Bearbeitung dieses Gemeinschaftsvorhabens von Landkreis und Gemeinde Schönefeld wieder einmal eindrucksvoll bestätigt“, sagte Landrat Stephan Loge anlässlich des Baubeginns. Landkreis und Gemeinde investieren in den großzügig geplanten Schulneubau, der am Dorfanger in unmittelbarer Nähe des S-Bahnhofes Schönefeld entsteht, insgesamt über 12 Millionen Euro. Die neue Schule soll 550 Mädchen und Jungen von der siebten bis zur 12. Klasse Platz bieten. Sie wird auch über attraktive Freiflächen – unter anderem ein kleines Amphitheater – verfügen.

Erst im Dezember 2016 hatte der Kreistag des Landkreises Dahme-Spreewald die Errichtung und Anmietung eines neuen staatlichen Gymnasiums im äußersten Norden des Landkreises beschlossen. Seitdem ist viel passiert. Die Gemeinde Schönefeld stellte das Grundstück in zentraler Ortslage zur Verfügung. Sie ist auch Bauherr. Der Landkreis hat die Planung übernommen. Er wird künftig Mieter des Gebäudes sein. In rekordverdächtiger Zeit wurden in einer intensiven Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde Schönefeld, dem Staatlichen Schulamt, dem Architekten Vilco Scholz und seinem Planungsteam sowie dem Landkreis seit Januar 2017 alle vorbereitenden und Planungsarbeiten koordiniert. So konnte bereits im Dezember 2017 die Baugenehmigung erteilt werden.

Es wird ein Schulgebäude für ein dreizügiges Gymnasium mit bilingualer Ausrichtung entstehen. Fast 80 Prozent aller Bauleistungen sind bereits durch die Gemeinde Schönefeld vergeben worden. Dem gingen europaweite Ausschreibungen voraus. Bürgermeister Udo Haase versichert, dass man im Zeitplan liegt. Damit ist die von beiden Partnern angestrebte Fertigstellung bis zum Sommer 2019 immer noch machbar. Zum Schuljahr 2019/20 soll das Gebäude bezugsfertig sein.

Da aber schon jetzt immenser Bedarf an Schulplätzen fürs Abitur in Schönefeld besteht, nimmt das neue Gymnasium seinen Betrieb bereits mit Start des Schuljahres 2018/19 auf. Es wird zunächst einmal in Räumen der Schönefelder Oberschule am Airport untergebracht und dann nach der Fertigstellung des neuen Schulgebäudes umziehen. Das Auswahlverfahren für die Schulleitung läuft. Schülerinnen und Schüler können sich bereits für das kommende neue Schuljahr anmelden.

Bei einer Informationsveranstaltung im vergangenen Monat zeigte sich, dass viele Eltern und deren Kinder aus der Gemeinde Schönefeld und der Umgebung ein großes Interesse an der neuen Bildungseinrichtung haben. Das angestrebte Profil des staatlichen Gymnasiums mit bilingualer Ausbildung und interkultureller Kompetenz erweist sich schon jetzt als besonders zugkräftig.

TM/PI LDS; F: LDS

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