LESERBRIEF: Chaos vor den Smoothie-Mixern

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Letzte Woche Samstag war es endlich soweit, der 21. Präventions-Cup im Zweifelderball wurde ausgespielt. Die Kolleg*innen vom Tannenhof Berlin- Brandenburg hatten als Veranstalter alle Hände voll zu tun. Schon in der Vorbereitungsphase war ich gespannt, welche Grundschulen aus dem Landkreis diesmal mit dabei wären und wie viele Kinder uns die Turnhalle des Friedrich-Schiller-Gymnasiums einrennen würden. Über 50 Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 12 Jahren sind dann schließlich gekommen – mit dem Ziel, den begehrten Wanderpokal aktiv für ihre Schule zu holen. Mindestens genauso viele begleitende Eltern, Großeltern und Geschwisterkinder haben das Turnier zu einem tollen Event gemacht. Acht gemischte Teams haben mit Sportsgeist, mit erheblicher Anstrengung und mit „fast allen Mitteln“ um Sieg und Plätze gespielt. Die Schiedsrichter-Teams, jeweils von den spielfreien Kindern selbst gestellt, hatten ebenfalls harte Arbeit zu leisten, insbesondere wenn der Softball nicht im Feld, sondern außerhalb der Linien landete. Da kochten die Emotionen der Kinder schon einmal hoch, da schwappten Frustrationen und Glücksgefühle im Wechsel hin und her.

In der Mittagspause zwischen Vor- und Endrunde durften sich die Kinder mit selbstgemachten Smoothies und Quark-Gemüse-Aufstrichen stärken. Oh je, da wurden tatsächlich nicht alle Erwartungen erfüllt. So meinte zum Beispiel ein Kind: „Hier gibt es ja gar nichts Richtiges zum Essen!“ Zum Glück waren einige Kinder aus meiner PepeMo-Kids Gruppe – das ist eine Bewegungsgruppe für adipöse Kinder – dabei, die ganz schnell aus den Zutaten leckere Brotaufstriche zauberten. Die fünf Smoothie-Mixer rotierten nun auf Hochtouren. Die Kinder haben alles gemixt – egal ob Gurke, Spinat und Orangen oder Ananas mit Bananen und Kiwis. Hauptsache es war schön bunt und lecker. Danach ging es gut gestärkt in die Final-Runden: Das Team „the Fantastics“ hat schließlich nach einem spannenden Spiel gegen die „Luckauer 8“ den Sieg und damit den 1. Platz erringen können. Ich möchte mich ganz herzlich bei allen Kindern, Geschwisterkindern, Eltern und Großeltern sowie der Sportlehrerin der Grundschule Wildau für ihre tatkräftige Unterstützung bedanken! Elke Mittag, Adipositastherapeutin

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