LESERBRIEF: Das Seebrückensingen

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Senzig, Ortsteil von Königs Wusterhausen, ist wunderschön gelegen an Seen, umgeben von Wäldern und Heide. Es ist ein Ort mit vielen Aktivitäten und kulturellen Höhepunkten. Dieser Ort verfügt auch über eine historische Seebrücke, sie war bis in die sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts Umschlagsplatz für Bausand und Kalksandsteine. Danach wurde sie eine Stätte der Begegnung, der Ruhe und Erholung. Zeitweilig konnte man auch bei Getränken, Eis und kleinem Imbiss dort die Seele baumeln lassen. Seit längerem wird sie nicht mehr bewirtschaftet und fiel in einen Dornröschenschlaf. In diesem Sommer wurde dieser Schlaf unterbrochen. Das Senziger Heidetrio und Suska mit ihren Sängerinnen, unterstützt von der Volkssolidarität Bürgerhilfe e.V. und dem Netzwerk für Senzig hatten zum Seebrückensingen eingeladen. Am 18. August hieß das Motto – selbst singen und musizieren auf der Seebrücke. Gesungen und gespielt werden konnte alles, was gefällt und Freude macht. Jeder, der gern singt oder ein Instrument spielt, war angesprochen. Hefte mit Liedertexten –  Kinder- und Volkslieder, Schlager und andere bekannte Titel –  wurden bereitgestellt. Auch, wer nur zuhören und sich an der schönen Umgebung erfreuen wollte, war herzlich willkommen. Viele Senziger folgten der Verabredung und bei einigen wurden Erinnerungen wach: „Hier habe ich gearbeitet“ oder „hier hat meine Großmutter Steine verladen“. Es war ein schöner Tag. Sonniges   Sommerwetter und eine Regatta mit vielen weißen Segeln auf dem See umrahmten ihn.   Bei Kaffee und Kuchen, begleitet von Akkordeons und Gitarre, wurde gesungen, gelacht und munter erzählt. Später wurden auch Grillwürste gereicht. Eine Senzigerin hatte einen Liedertext auf die Seebrücke gedichtet und vorgetragen. Es war eine tolle Stimmung,  Viele Besucher brachten ihre Freude zum Ausdruck: “Habt ihr gut gemacht“. Viele Gäste fragten, wann das nächste Treffen sei. Bedanken möchten wir uns bei allen, die aktiv zum Erfolg beigetragen haben. Die Seebrücke ist zu allen Jahreszeiten ein lohnendes Ziel für Radfahrer und Spaziergänger. Die Senziger und ihre Gäste würden sich freuen, wenn sie in naher Zukunft auch wieder bewirtschaftet werden könnte. Hartmut Peschel

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