LESERBRIEF: Die Brücke der Friedensfahrt

60 Jahre ist es her, da radelte das Peleton der Friedensfahrt am 8. Mai 1958 über die Dahmebrücke bei Märkisch Buchholz. Der Neubau wurde anlässlich der damaligen Rundfahrt eingeweiht. Die ursprüngliche Dahmebrücke war Ende April 1945 von deutschen Soldaten gesprengt worden. Eine Behelfsbrücke diente dann 13 Jahre als Überfahrt über die Dahme. Ein Stein am Straßenrand erinnert an das damalige Ereignis. Oft übersehen, da von einer Leitplanke der Bundestraße B 179 und hohem Gras halb verdeckt, steht er direkt an der Brücke – versehen mit der Inschrift auf dunklem Granit: “Brücke der XI. Friedensfahrt – 8.5.1958”. Die Etappe führte damals von Görlitz nach Berlin. Mit 231 Kilometer war sie die Längste der Rundfahrt, die Egon Adler aus der DDR-Manschaft damals gewann. Es war Adlers erste Teilnahme bei der Friedensfahrt, die er mit dem 5. Platz in der Gesamtwertung als bester deutscher Teilnehmer beendete. Gesamtsieger der Rundfahrt, die über 12 Etappen von Warschau über Berlin nach Prag führte,  wurde damals der Niederländer Piet Damen. Die Fahrt durch Märkisch Buchholz vor 60 Jahren war für die Einheimischen wie überall ein großes Ereignis. Die Radsportler wurden am Straßenrand von den Buchholzern jubelnd begrüßt und angefeuert. Die Internationale Friedensfahrt “Course de la Paix” wurde ab 1948 ausgetragen und war bis 1989 das international bedeutendste Amateurradrennen. Die letzte Rundfahrt fand 2006 statt.  Heute ist die Dahmebrücke bei Märkisch Buchholz Teil des Dahme-Radwegs. Gunnar Heyne/ Foto: Hans Sonnenberg

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