LESERBRIEF: Zählt nicht jedes Leben?

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Es lässt mir doch keine Ruhe – der Artikel vom Mark Brandenburger „Der russische Bär bleibt ein böser“ trifft genau meine Meinung. GUT SO, dass mal jemand der allgegenwärtigen Hetze gegen Russland etwas entgegensetzt. Nicht wieder Feindbilder schaffen, sondern für Verständigung werben, ist das Gebot der Stunde. Ich wünsche mir eine ausgewogene Berichterstattung, statt dass immer wieder auf den gleichen Themen herum gehackt wird und damit Meinungen beeinflusst werden. Von dem Stellvertreter-Krieg im Jemen und dem Leid der Bevölkerung dort hört man wenig. Wer von den westlichen Ländern setzt sich dort ernsthaft und mutig für Frieden ein? Man schaut lieber nicht hin. Ein weiteres aktuelles Beispiel: Es wird Geld an Niger gezahlt, damit sie in dem afrikanischen Land die Schlepper bekämpfen können, statt eine andere Handelspolitik umzusetzen, um die Fluchtursachen zu bekämpfen. Auch das Bestrafen von Lebensrettern ist der falsche Weg. Wir inszenieren seit fast 30 Jahren die Trauer um die Mauer-Toten und die Opfer der RAF, während zur gleichen Zeit vielleicht ein Boot mit 500 Flüchtlingen im Mittelmeer treibt und sie niemand retten darf. Junge Leute, Männer, Frauen und Kinder, die hoffnungsvoll in die Zukunft schauen nach einem qualvollen langen Weg … lässt man ertrinken zur Abschreckung. Zählt nicht jedes Leben? Ist das nicht auch eine Art von Rassismus? Ein Gegenargument könnte sein: Sie haben kein „Recht“ zu uns zu kommen. Meine Meinung: Wir sollten uns in der EU darauf einstellen, zukünftig mit weniger Wirtschaftswachstum auszukommen  – schon dem Klima und den knapper werdenden Bodenschätzen zuliebe. Unseren Wohlstand mit Waffen zu verteidigen, ist der falsche Weg. Marina Hardt

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