Leserbriefe 2. Woche 2020

Lara kam extra aus Südafrika und staunte nicht schlecht, was der Weihnachtsmann so alles weiß. Foto: privat

Schaden von der Stadt und der WiWO abwenden

Zum Beitrag „Intransparenz im gläsernen Saal“ am 18. Dezember im KaWe-Kurier äußert sich der ehemaliger Bürgermeister von Wildau Dr. sc. Uwe Malich in einem Leserbrief an die Redaktion:

„Wildau ist wieder in den Schlagzeilen. Anders als gewohnt sind es diesmal negative Schlagzeilen, die die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt beschäftigen und empören. Es geht jetzt um einen Grundstücksverkauf. Dabei handelt es sich um ein rund 4600 Quadratmeter großes ehemaliges TFH-Grundstück an der Landesstraße L401, der Friedrich-Engels-Straße in Richtung Zeuthen – von Wildau aus auf der linken Straßenseite.

Das Grundstück gehört der Wildauer Wohnungsbaugesellschaft (WiWO). Diese soll es verkaufen. Das ist zumindest der Wille der Stadt, der neuen Bürgermeisterin. Der Geschäftsführer der WiWO ist gegen den Grundstückskaufvertrag, weil derzeit kein Grund für den Verkauf gesehen wird. Zudem ist der im Kaufvertrag festgelegte Verkaufspreis nach Ansicht des Geschäftsführers weit unter dem tatsächlichen Marktwert des Grundstückes. Der Marktwert ergibt sich selbstverständlich unter Beachtung der Altlasten. Die Bürgermeisterin will, dass die WiWO das Grundstück an einen ausländischen Immobilienmakler, einen Österreicher, verkauft. Wie bekannt wurde, soll der Kaufvertrag sehr käuferfreundlich sein. Der Käufer muss zum Beispiel bei Bebauung des Grundstückes keinerlei Verpflichtungen zugunsten der Stadt oder der WiWO wie etwa die Schaffung von Wohnungen oder Kindergartenplätzen eingehen. Von Seiten der Bürgermeisterin sollte der Grundstückskaufvertrag ohne Ausschreibung, ohne Verkehrswertgutachten und auch ohne vorherige Beteiligung der Stadtverordneten über „die Bühne“ gehen. Nur der Aufsichtsrat der WiWO hatte sich zunächst mit dem Verkauf beschäftigt und hat diesen empfohlen – trotz der Bedenken des Geschäftsführers. Dieser wurde von der Stadt zeitlich unter Druck gesetzt und erhielt eine Abmahnung, weil er sich der Unterzeichnung widersetzte. Im Folgenden wurde dem Geschäftsführer, insofern er sich der Unterzeichnung weiterhin widersetzt, eine fristlose Kündigung angedroht.

Der Vertrag ist noch nicht unterschrieben. Inzwischen ist von der Stadt ein eigenes Verkehrswertgutachten in Auftrag gegeben worden. Die Abmahnung besteht jedoch fort. Dabei hätte Herr Kerber als Geschäftsführer der WiWO eigentlich eine Auszeichnung verdient. Durch sein mutiges und entschlossenes Handeln hat er die WiWO und damit die Stadt vor einem großen Vermögensschaden bewahrt. Auch die Mitglieder des Aufsichtsrates der WiWO sollten zufrieden sein, dass der Grundstückskaufvertrag bisher nicht vollzogen wurde, denn auch sie hätten persönlich zur Begleichung von Schadensersatzforderungen herangezogen werden können. Wenn der Verkauf noch vollzogen werden sollte, muss ein regulärer und gesetzeskonformer Weg beschritten werden. Auch sollten die Stadtverordneten mitbestimmen können. Das Grundstück ist wertvoll, vor allem in der gegenwärtigen konjunkturellen Situation. Schaden muss von der Stadt und der WiWO abgewendet werden. Insbesondere durch rechtsstaatliches Vorgehen und durch gemeinschaftliches Arbeiten der Stadt und der Wohnungsbaugesellschaft.“  Dr. sc. Uwe Malich

Die nächste „Wirtschaftsluftnummer“ in Brandenburg?

Die bevorstehende Ansiedlung der Tesla-Fabrik in der Nähe von Grünheide (Landkreis Oder-Spree) war eine der Schlagzeilen des letzten Jahres, die Brandenburg bundesweit in den Fokus rückte. Auch der Landtagsabgeordnete Ludwig Scheetz (SPD) begrüßte das innovative Projekt der sogenannten Giga-Fabrik zur Produktion von Elektro-Autos, Batterien und Verbindungssträngen im KaWe-Kurier. Wenn der Baubeginn dieser Fabrik wirklich demnächst starten sollte, wäre dies für die Wirtschaft von Brandenburg und der gesamten Bundesrepublik darüber hinaus eine Pioniertat in punkto Elektromobilität. Es könnte vielleicht sogar eine Initialzündung für die Entwicklung weiterer E-Autos sein. Und als positiver Nebeneffekt sollen immerhin 6500 Arbeitsplätze entstehen. Dies kann zur merklichen Belebung der gesamten Wirtschaft der berlinnahen Regionen führen. Nur, man hat ja so seine Erfahrungen in dreißig Jahren Wirtschaftsgeschehen und Wirtschaftspolitik in Brandenburg mit Giga-Projekten machen können. Cargolifter in Brand bei Lübben in den neunziger Jahren, die Chip- Fabrik in Frankfurt/ Oder, bei der 4500 Arbeitsplätze avisiert wurden und die High-Tech-Biopflaster-Fabrik HBS in Luckenwalde 2011 entpuppten sich allesamt als „Luft- und Lachnummern“. Und die Fördergelder, nahezu im Milliardenbereich, waren samt „Wirtschaftsförderer“ fort! Es wird ja so gemunkelt, dass wieder 100 Millionen Euro an Fördergeldern beantragt wurden. „Nachtigall ick hör dir trapsen“.

Siegfried Marquardt, Königs Wusterhausen

Der Weihnachtsmann kennt sogar Südafrika

Der jährliche Ansturm auf die Weihnachtsagentur des KJV begann bereits im Sommer und so war es nicht verwunderlich, dass wir in über 50 Elternhäuser unsere Weihnachtsmänner schicken konnten. Wie immer war das Elterntreffen mit den Weihnachtsmännern und ­-engeln in der Vorweihnachtswoche ein angenehmes Familienevent, wo sich alte und neue Bekannte trafen. Unseren jugendlichen und auch den älteren Weihnachtsmännern mit ihren Engeln hat dieser Abend schon ein bisschen Vorfreude auf das große Fest vermittelt. Die Eltern waren mit Wunschzetteln und eigenen Wünschen gut vorbereitet. Am meisten hat sich unser Weihnachtsmannsenior Uwe auf die kleine Lara gefreut, die extra zu ihren Großeltern aus Südafrika eingeflogen kam. Sie hatte noch schnell vor Weihnachten einen geheimen Wunschzettel nach Himmelpfort geschickt und tatsächlich am Weihnachtstag eine Rückantwort erhalten. Das Staunen wurde dann noch größer, als der Weihnachtsmann ihr zu ihren geheimen Wünschen etwas ins Ohr flüsterte. Es gibt ihn also doch – den Weihnachtsmann und er erfährt auch alles!! Wir können also wieder auf ein erfolgreiches Weihnachtsmannjahr zurückblicken und die Eltern haben auch im Jahr 2019/20 mit ihrer Buchung unseres Dienstes einen tollen Spendenbeitrag zur Unterstützung der Kinder- und Jugendbetreuung in der Region geleistet.

Christel Marggraf, Weihnachtsmannagentur des KJV