LESERBRIEFe

Merkwürdige Straßenreinigung

Wir wohnen in der Beethovenstraße von Eichwalde und haben gerade mit stärkster Empörung vom Kraftfahrer des RUWE-Straßenreinigungsdienstes erfahren, nach welchen Vorgaben durch die Gemeinde Eichwalde er die Straßenreinigung durchführen soll. Danach sei das Laub von der Straße nicht zu entfernen, wenn der Bürgersteig vergleichsweise wenig Laub aufweist. Dann sei nämlich davon auszugehen, dass das Laub auf die Straße geharkt wurde. Diese Unterstellung durch die Gemeinde ist unerhört und durch keine Fakten belegt. Wir beispielsweise haben im Vorjahr 22 Laubsäcke mit dem Laub der Straßenbäume gefüllt und sind gegenwärtig auch schon wieder bei 18 Säcken angekommen. Natürlich ist dann der Bürgersteig, der an unserem Grundstück verläuft, in einem recht ordentlichen Zustand. Dieser Sachverhalt trifft aber nicht nur für uns zu, das gilt auch für unsere nächsten Nachbarn, soweit wir es beobachten können. Wir erwarten, dass ein solch unsägliches Vorgehen der Gemeinde unterbunden und eine ordentliche Straßenreinigung veranlasst wird. Karin und Norbert Paetsch, Eichwalde

Die Lösung des gegenwärtigen türkisch-kurdisch-syrischen Konfliktes ist möglich

Zumindest theoretisch. Natürlich müssten die Beteiligten aufeinander zugehen, zur Not indirekt, über Russland und die USA. Die Kurden müssten 30 km von der türkisch-syrischen Grenze nach Süden abziehen. Die Türken würden sich dann wieder über ihre Grenze nach Norden zurückziehen. Die 30 km-Zone südlich der türkischen Grenze würde die syrische Armee besetzen. Die Syrer würden kameradschaftliche Beziehungen sowohl zur Türkei im Norden, als auch zu den Kurden im Süden aufbauen. Alle drei Kräfte wären Gegner des IS in Syrien. Die Kurden würden im Süd-Osten Syriens ein föderales Gebiet aufbauen. Die schwierige Kompetenzverteilung zwischen syrischer Zentrale und kurdischer Föderation muss ausgehandelt werden. Deutschland könnte dafür ein Vorbild sein.

Die Bewaffnung der Kurden würde zunächst erhalten bleiben. u.a. wegen der Gefahr äußerer Interventionen und wegen des IS.

Die Entwicklung Syriens in Richtung Demokratie, Föderalismus und Wiederaufbau wäre möglich. Syrien würde in dem Zuge die Flüchtlinge schrittweise wieder in das Land lassen. Die unterschiedlichen Ethnien und religiöser Richtungen würden wieder tolerant und friedlich zusammenleben. Eventuell gibt es für die Sunniten auch ein föderales Gebiet. Deutschland, das früher gute Beziehungen zu Syrien hatte (West- und Ostdeutschland), könnte dabei helfen, wenn es will. Deutschland könnte auch alles zerreden, wenn es will.

Syrien hatte auch historische Verbindungen zu Frankreich. Der Präsident Syriens hat Beziehungen zu England. Syrien könnte zu einem Brückenpfeilerstandort des Nahen Ostens werden. Verschiedene Brückenschläge nach Europa sind möglich. Andererseits auch nach dem Iran. Iranisches Erdöl könnte über Syrien nach Europa verkauft werden. Der Iran und Syrien würden davon profitieren. Der Iran verzichtet im Gegenzug verbindlich und kontrolliert auf eine atomare Aufrüstung. Gesprächsbedarf zwischen Europa und den USA!

Es könnte in Syrien manches so einfach sein. Oft ist es jedenfalls besser zu reden, als aufeinander zu schießen. Ich hoffe, diese Einsicht setzt sich auch im syrisch-kurdisch-türkischen Konflikt alsbald durch.

Dr. sc. Uwe Malich