LESERBRIEFE 20. Woche 2019

Pixabay

Hui und pfui – Wiesen am Krüpelsee

Es freut mich sehr, dass die Liegewiese am Nixenweg in Senzig jetzt im Besitz der Stadt KW ist und noch weiter für die Bewohner gestaltet werden soll. Ich möchte aber auch noch auf ein zweites Grundstück am Krüpelsee verweisen – auf die Wiese gegenüber der Uferstraße 30 in Senzig. Ich bin Anwohnerin und beobachte oft, dass sie von Fahrzeugen befahren und zerstört wird. Das Ufer ist für Kfz nicht geeignet. Das Grünflächenamt ist unterrichtet, hat Abhilfe zugesagt, es tut sich aber bisher nichts. Es wäre schön, wenn sich auch um diesen Platz endlich jemand kümmert. Marianne Kube, Senzig

Radfahren in Zeuthen

Vergnügen oder Leiden?

Vor kurzem trafen sich auf Einladung der SPD in Zeuthen am Radverkehr interessierte Bürger. Ziel war es, sich über die Probleme und Möglichkeiten des Radverkehrs in unserer Region auszutauschen. Dabei war auch Reinhard Kähler, seit Februar Sprecher der neu gegründeten Regionalgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) für Königs Wusterhausen und Umgebung. Auf der Radtour durch Zeuthen gab es regen Gesprächsbedarf. Welche Fehler müssen beim Anlegen von Fahrradwegen vermieden werden? Oder: Wie können die Wald- und Wiesenwege fern ab der Verkehrsstraßen in ein offizielles Radwegenetz eingebunden werden? Wohlwollend wurde registriert, dass Einbahnstraßen wie zum Beispiel die Ebereschenallee für Radfahrer in beiden Richtungen befahrbar sind. Leider wissen das einige Autofahrer noch nicht, so kam es im Begegnungsfall mit Autos schon zu gefährlichen Situationen. Die Bergabfahrt in der Miersdorfer Chaussee zum Bahnhof Zeuthen mussten die Teilnehmer auf der vielbefahrenen Landesstraßen fahren, weil der einseitige Geh-Radweg nur bergauf genutzt werden darf. Das grobe Kopfsteinpflaster in zahlreichen Nebenstraßen macht die Benutzung der Straße für Radfahrer fast unmöglich. Deshalb müssen sich hier Fußgänger und Radfahrer arrangieren. Zum Glück klappt die dafür erforderliche gegenseitige Rücksichtnahme in Zeuthen meistens recht gut. Resümierend waren sich alle Teilnehmer einig, dass noch viel für die Sicherheit und den Komfort der Radfahrer getan werden muss. Radwege und Radverkehrsanlagen müssen dringend in der gesamten Region verbessert werden. Es zeigt sich immer mehr, dass insbesondere die Verbindungen nach Schönefeld und zum Technologiepark Adlershof dringend für den Radverkehr ausgebaut werden müssen. Die vielen noch erforderlichen Maßnahmen kosten aber auch Geld und erfordern fachkundiges Personal für die Planung in den Gemeinden und beim Landkreis. Die SPD Zeuthen wird deshalb demnächst einen Beschluss in den Gemeinderat einbringen, der ein jährliches Budget von 30 Euro je Einwohner im Haushalt der Gemeinde für den Radverkehr vorsieht. Das Treffen endete mit dem Ausblick, dass man sich zukünftig regelmäßig auch mit Vertretern der anderen Gemeinden treffen wird, um konkrete Verbesserungen für den Radverkehr voran zu bringen. Beate Burgschweiger, Zeuthen