LESERBRIEFe 19. Woche 2020

Es bleibt dabei: Der Wahrheit zur Genüge

In einem Statement hat der Rechtsanwalt der Stadt Wildau, Herr Lars-Jonas Schmidt, behauptet, die gegenwärtige außerordentliche Kündigung von Herrn Frank Kerber als WiWo-Geschäftsführer hätte nichts mit dem von der Stadt geplanten Grundstücksverkauf eines WiWo-Grundstücks in der Friedrich-Engels-Straße an den österreichischen Kaufinteressenten zu tun. Das ist so nicht richtig.

Herr Kerber erhielt schon im Herbst 2019, nachdem er den vorbereiteten Kaufvertrag nicht unterschrieb, unter anderem wegen weit divergierender Preisvorstellungen für das Grundstück, zwei Abmahnungen von der Stadt. Dem Vernehmen nach schon damals mit der Androhung einer außerordentlichen Kündigung Kerbers. Es mag sein, dass inzwischen noch weitere Streitpunkte dazu gekommen sind. Aber Ausgangspunkt des jetzigen „Rauswurfes“ war der ohne Ausschreibung und Gutachten geplante Grundstücksverkauf mit den beiden nachfolgenden Abmahnungen. Das kann im Bedarfsfall nachgelesen werden. Der Wahrheit sollte Genüge getan werden, auch in dieser Angelegenheit. Dr. sc. Uwe Malich

Das Wildauer Ansehen wird beschädigt

Als Bürgerin von Wildau habe ich für die derzeitige Arbeit unserer Stadtregierung kein Verständnis und das beunruhigt mich. Die große Problematik ist die Zusammenarbeit zwischen der WiWo und der Stadtregierung. Unter demokratischen Verhältnissen sollte es doch möglich sein, unterschiedliche Meinungen im vernünftigen Gespräch zu klären und zu gemeinsamen Lösungen zu kommen. Bisher ist das jedenfalls über viele Jahre möglich gewesen und hat Wildau zu seinem heutigen Ansehen und Aussehen gebracht. Diese Zusammenarbeit bezweifelt die Bürgermeisterin Frau Homuth und spricht von jahrelang “geschliffen“ und sagt, dass sie als Bürgermeisterin das nicht weiter hinnehmen wird. Sie werde jetzt nach Recht und Gesetz handeln. Stellt sie damit eine ordentliche Arbeit nach Recht und Gesetz ihrer Vorgänger und auch der Abgeordneten in Frage?

Wie wird es nun weitergehen? Die geplante Stadtentwicklung scheint zu ruhen wie auch der Kita-Neubau. Eltern können nicht ihre Arbeit aufnehmen, weil die vorhandenen Kita-Plätze nicht ausreichen. Und unsere Stadtregierung hat überwiegend mit ihren „inneren“ Angelegenheiten zu tun! Bürgermeister und Abgeordnete sind durch das Vertrauen der Bürger in ihr Amt gewählt. Sie sollten sich ihrer Verantwortung bewusst sein! Wird nun das bisher geleistete anerkannt und einvernehmlich weitergearbeitet oder auf die neue Art und Weise nach Recht und Gesetz mit eisernem Besen???

Die Abservierung (ich kann es nicht anders nennen) von Herrn Kerber ist erbärmlich und eine Herabwürdigung seiner geleisteten Arbeit. Herr Anders, der nach Erkrankung des Bürgermeisters Dr. Malich die Amtsgeschäfte bis zur Neuwahl geführt hat, ist jetzt auch in die Verdächtigungen miteinbezogen. Ich erwarte, dass vom Gericht wirklich alle Vorwürfe und Anschuldigungen untersucht und geklärt werden, damit wir Wildauer Bürger dann endlich über „geordnete“ Verhältnisse in unserer Stadt beruhigt sein können. Die Bürgermeisterin Frau Homuth hatte sich mit dem Slogan „Alles für Wildau“ zur Wahl gestellt. Wird es nötig, sie daran zu erinnern?

Marianne Schulz

Die Hilfe kommt an

In der Ausgabe vom 22. April berichtete der KaWe-Kurier in dem Artikel „Die doppelte Katastrophe“ über die momentan schwierige Situation in Simbabwe und die geplante Lebensmittelhilfe. Inzwischen sind zwei Teams in der Hauptstadt Harare, sowie in den angrenzenden ländlichen Gebieten unterwegs. Es konnten bereits über 600 Familien mit Lebensmitteln versorgt werden. Insgesamt wurden schon über 16000 Euro für die Aktion gespendet. Vielen Dank auch an alle Leserinnen und Leser des KaWe-Kuriers, die sich daran beteiligt haben. Da die Not im Land durch Dürre und Corona sehr groß ist, werden die Lebensmittelaktionen weitergehen. Bitte spenden Sie – jeder Euro hilft!. Weitere Informationen gibt es auch unter www.simbabwe.advivia.de/. Beate Nagel