Leserbriefe 45. Woche 2019

Neulich trafen wir Schülerinnen und Schüler der Grundschule Töpchin in Motzen uns zur Müllsammlung. Die Vorschulkinder der Kita „Koboldhaus“ sammelten wie immer fleißig mit. Die Försterin Frau Görigk begleitete die 5. und 6. Klasse und versorgte sie mit vielen Informationen über den Wald. Unsere Gruppe lief in Richtung des Kahlen Berges. Auf dem Weg dorthin fanden wir viele Dinge, die nicht in den Wald gehören – zum Beispiel Glasflaschen, Autoreifen, Badzubehör und vieles mehr. Nach langer Zeit fleißigen Sammelns schlugen wir hungrig den Rückweg zur Feuerwehr Motzen ein, dabei überraschte uns der Regen. Durchnässt, aber erwartungsvoll dem Duft einer leckeren Bratwurst folgend, erreichten wir das Feuerwehrgebäude, wo die Kameraden schon auf uns warteten. Während des Essens tauschten wir uns noch mit den anderen Schülern über die Sammelergebnisse aus. Zusammen haben wir mehrere Müllsäcke gefüllt. Trotz des schlechten Wetters freuten wir uns, eine gute Tat vollbracht zu haben. Wir bedanken uns herzlichst bei der Försterin Frau Görigk für die informative Begleitung sowie bei der Gemeinde Motzen und den Feuerwehrmännern der Freiwilligen Feuerwehr für den schmackhaften Imbiss. Sophie List und Kira Polley, Klasse 6

Brandenburg ist Schlusslicht beim nationalen Bildungsvergleich 2018 im Fach Mathematik! Dies ist das Ergebnis des IQB-Bildungstrend 2018. Die Untersuchung ergab, dass sich die mathematischen Leistungen der Schüler sogar um 11 Punkte (!) verschlechtert haben, wobei knapp über 24 Prozent der Mädchen und Jungen nicht den vorgegebenen Bildungsstandard erzielten! Um sich ein Bild vom Schwierigkeitsgrad einer Mathe-Aufgabe – hier in verkürzter Darstellung – zu machen: An einer Tankstelle wird der Geldbetrag von 58,51 E für die getankten Liter ausgewiesen. Für jeden Euro sind 73 Cent Steuern zu entrichten. Es sollte hier der Betrag der Steuerbelastung errechnet werden (die weiteren Angaben wie Preis pro Liter und getankte Liter erwiesen sich als irrelevant). Die Anforderungen waren vom Schwierigkeitsgrad her also durchaus zu bewältigen! Positiv ist hervorzuheben, dass der Einfluss vom sozialen Status sich in Brandenburg im Fach Mathematik insgesamt um 15 Punkte verringert hat. Führend beim Bildungsvergleich waren wieder traditionell die Schüler aus Bayern, Thüringen und Sachsen. Thüringen und Sachsen haben quasi nach Entrümpelung jeglicher ideologischer Komponenten das Bildungssystem der DDR beibehalten und sind somit immer führend, auch bei internationalen Bildungsvergleichen. Man muss dem Vorsitzenden der GEW-Brandenburg, Günther Fuchs, unbedingt Recht geben, dass das Desaster der Ergebnisse des IQB-Bildungstrend 2018 auf eine verfehlte Bildungspolitik in Brandenburg und darüber hinaus zurückzuführen ist. Auch seine Schlussfolgerungen sind logisch und nachvollziehbar: Die Grundkenntnisse in den Fächern – in Mathe beispielsweise die Grundrechenarten oder das Kopfrechnen – müssen immer wieder abgerufen und trainiert werden. Dies heißt üben, üben und nochmals üben! Siegfried Marquardt, Königs Wusterhausen