Luckauer Altstadt blüht weiter auf

Der aufwendig sanierte Marktplatz von Luckau im Süden des Landkreises beeindruckt mit seinem geschlossenen historischen Stadtbild. Fotos: T. Müller

Die Perle der Niederlausitz erhält erneut 1,6 Millionen Euro Fördermittel für Denkmalsanierung

Mit einer neuen Finanzspritze aus Mitteln des Bundes und des Landes Brandenburg kann die Altstadtsanierung von Luckau weiter voran gebracht werden. Zwei Förderbescheide aus den Programmen „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ und „Lebendige Zentren“ stellen insgesamt 1,6 Milionen Euro bereit.

„Die Stadt Luckau gehört zu den eindrucksvollen historischen Stadtkernen in Brandenburg“, sagte Brandenburgs Baustaatssekretär Rainer Genilke, als er die Förderschecks in der vergangenen Woche in Luckau überreichte. „Bemerkenswert sind die reich geschmückten Renaissance-­Giebel der Bürgerhäuser am Markt. Auch dank der Fördermittel für den städtebaulichen Denkmalschutz ist der historische Stadtkern weitgehend saniert“, lobte er. Ein Beispiel dafür ist unter anderem auch das ehemalige Dominikanerkloster, das von 1747 bis 2005 als Gefängnis genutzt wurde und seit 2008 als Kulturkirche mit Niederlausitz-Museum, Bibliothek und Klostersaal sowie dem Kreisarchiv öffentlich zugänglich ist. Ein Kindergarten, ein Indoorspielplatz und 23 barrierefreie Wohnungen gehören ebenfalls zum rekonstruierten Areal. Das sowohl mit einer Belobigung beim Deutschen Baukulturpreis 2012 und mit dem Otto-Borst-Preis des Forums Stadt e.V. 2014 prämierte Projekt errang große Aufmerksamkeit. „Es zeigt, dass Baukultur auch in kleinen Städten ihren Platz hat. Die positive Entwicklung wollen wir auch weiter unterstützen“, so der Staatssekretär.

So wird mit dem Förderbescheid in Höhe von 1,2 Millionen Euro aus dem Programm „Lebendige Zentren“ insbesondere die Sanierung des herausragenden Einzeldenkmals des Gebäudes Am Markt 13 und dessen Umbau zum Bürgerhaus unterstützt. Damit wird der Marktplatz, dessen öffentlicher Raum bereits fast vollständig saniert ist, weiter aufgewertet. Somit passt das Projekt gut in das Programm „Lebendige Zentren“, das dabei helfen soll, den anstehenden Strukturwandel in Stadt- und Ortsmitten besser zu bewältigen und zugleich zur Stärkung und Belebung der Innenstädte beizutragen. Mit einem weiteren Förderbescheid werden 400.000 Euro vorrangig für die Aufwertung des grünen Quartiers Schanze bewilligt. Unter anderem können damit diverse Grunderwerbe durchgeführt werden.

Die Stadt Luckau hat bisher aus der Städtebauförderung und diversen Landesprogrammen für die Stadtentwicklung und Stadterneuerung fast 40 Millionen Euro erhalten. Hinzu kamen rund 16,4 Millionen Euro für die Modernisierung und Instandsetzung sowie den Bau von rund 386 Wohnungen aus der Wohnraumförderung.

RED / PI Landesregierung