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Dahme-Spreewald ist eines der „Gemüsebeete“ des Landes 

Spargel und Äpfel sind die am meisten produzierten Gemüse- und Obstarten im Land Brandenburg. Danach kommt schon die Gurke. Und somit steht der Landkreis Dahme-Spreewald mit seinen Standorten der Gemüseproduktion und Gemüseverarbeitung bei Spargel, Gurken oder Kartoffel flächenmäßig immerhin an zweiter Stelle der gärtnerischen Landwirtschaft in der Mark. Zehn Prozent der gärtnerischen Nutzfläche des Landes liegen in der Region der Dahmeseen und des Spreewaldes.  Nur in Potsdam-Mittelmark sind Obst- und Gemüseproduktion  mit 40 Prozent der landesweiten Anbauflächen noch stärker vertreten.

Brandenburgs Gartenbaubetriebe waren im vergangenen Jahr gleich mehrfach ganz besonders von Wetterunbilden betroffen. In der Folge wird 2017 als Jahr unterdurchschnittlicher Erträge und einer schwierigen Vermarktung in Erinnerung bleiben. „Auch unter diesen Bedingungen“, so Brandenburgs Agrarstaatssekretärin Carolin Schilde anlässlich der Jahresmitgliederversammlung des Landesverbands Gartenbau Berlin-Brandenburg e.V., „hat sich die Branche als wichtiger Arbeitgeber in unseren ländlich geprägten Regionen behauptet.“

Der Trumpf des Gartenbaus ist seine Regionalität. Kurze Wege vom Produzenten zum Verbraucher werden immer mehr zum besonderen Verkaufs­argument. Immerhin liegt der Anteil des Gartenbaus an der Wertschöpfung in der pflanzlichen Produktion Brandenburgs derzeit bei rund 20 Prozent. Das unterstreiche die hohe Bedeutung des Gartenbaus im Land Brandenburg, so die Staatssekretärin. „Gartenbau hat in Brandenburg eine Zukunft“, versichert Carolin Schilde. „Von der Saatgutgewinnung bis in die Obst- und Gemüseverarbeitung, vom Pilzproduzenten bis zur Floristik bietet die Branche eine breite Palette von Berufschancen.“

2016 bauten laut Amt für Statistik Berlin-Brandenburg insgesamt 543 Brandenburger Betriebe auf 10715 Hektar Gartenbauerzeugnisse an. Typisch für weite Bereiche des Gartenbaus ist die Saisonbeschäftigung von Arbeitskräften. Von den 18000 Arbeitskräften im Gartenbau waren 3200 über das ganze Jahr hinweg ständig beschäftigt. Fast 14900 wurden hingegen weniger als sechs Monate pro Jahr im Betrieb eingesetzt.  Auch für 2017 liegen bereits Zahlen zum Gemüseanbau vor. Demnach bauten 207 Betriebe auf mehr als 6800 Hektar Gemüse im Freiland an. Somit wurde die Freilandfläche gegenüber 2016 um 15 Prozent beziehungsweise um rund 900 Hektar ausgedehnt. Trotz der Wetterextreme gibt es sogar eine neue Bestmarke: Brandenburgs Landwirte erzielten 2017 aufgrund der erneut ausgedehnten Spargel-Anbaufläche eine Rekordernte. Nach Angaben des Statistikamts liegt die Erntemenge erstmals über 22200 Tonnen. Dies entspricht einer Steigerung von 2600 Tonnen beziehungsweise einem Plus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit 873 Hektar waren Äpfel 2017 weiterhin die dominierende Obstart. 17800 Tonnen wurden geerntet, was unter dem Jahresdurchschnitt liegt.

Das Land Brandenburg wird nach Verabschiedung des Nachtragshaushalts für 2018 finanzielle Mittel für die im Jahr 2017 durch Wetterunbilden (Frost, Starkregen, Trockenheit) in Not gekommenen landwirtschaftlichen beziehungsweise gärtnerischen Unternehmen als Hilfe zur Selbsthilfe zur Verfügung stellen. Das Agrarministerium fördert zudem auch im Obstbau Projekte im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft (EIP). Dieses Förderinstrument der EU soll die Zusammenarbeit von Landwirten, Wissenschaftlern, Beratern und Verbänden unterstützen und somit dazu beitragen, Forschungsergebnisse schneller und in angepasster Form den Praktikern zur Verfügung zu stellen  Außerdem werden Messen unterstützt, die eine gute Plattform für Werbung, Vermarktung und Vernetzung darstellen. Mit dem Märkischen Garten, dem Treffpunkt Grün oder auch der eigenen Hallenschau haben Brandenburgs Gärtner 2017 wesentlich zum Erfolg der Internationalen Gartenausstellung (IGA) in Berlin-Marzahn beigetragen. Das Land hat bereits die Entscheidung für zwei weitere Landesgartenschauen getroffen – 2019 in Wittstock und 2022 in Beelitz.

red/PI Landesregierung

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