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Märkischer Abwasser- und Wasserzweckverband feiert Jubiläum

Märkischer Abwasser- und Wasserzweckverband feiert Jubiläum</p><br /> <p>

25 Jahre Trinkwasserver- und Schmutzwasserentsorgung in der Region

„Wenn wir heute das 25jährige Gründungsjubiläum feierlich begehen, können wir trotz der Altanschließerproblematik sehr stolz auf das Erreichte sein“, so der Vorsitzende der Verbandsversammlung Dr. Udo Haase. Zuvor hatte der Minister für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg, Jörg Vogelsänger, darauf hingeweiesen, dass der Märkische Wasser- und Abwasserzweckverband eine wichtige Stütze sei. „Wasser ist Leben und deshalb werden wir die Maßstäbe bezüglich des Trinkwassers erhöhen müssen. Dazu brauchen wir starke Verbände. Die Landesregierung hat den Auftrag gerne angenommen, ein Konzept zur Siedlungswasserwirtschaft im Land Brandenburg zu erstellen“, so der Minister.

Der Vorsitzende der Verbandsversammlung Dr. Udo Haase machte einen geschichtlichen Exkurs durch die Verbandsgeschichte, beginnend vom volkseigenen Betrieb in der DDR zur Wendezeit 1989/90. Nach der Wende gehörte das Problem Wasser und Abwasser zu den Selbstverwaltungsaufgaben der Kommunen. Alles war neu und so wurde der MAWV 1991 das erste Mal gegründet. Dann folgte allerdings ein dreijähriger Irrweg des Verbandes, auf dem viel Lehrgeld gezahlt werden musste. 1994 wurde der Verband neu gegründet. In den darauffolgenden Jahren wuchs der Verband durch den Beitritt von immer mehr Kommunen. Es folgte die Erweiterung des Klärwerkes in Waßmannsdorf als ein wichtiger Schritt. Udo Haase würdigte dann das Wirken von Siegfried Zimmermann-Stellmach und Heinz Düpow, deren Engagement dazu führte, dass der MAWV richtig ins Laufen kam. „Sie hatten den Ehrgeiz zu zeigen, dass es auch im Osten möglich ist, Dinge zu erhalten und nicht alles vollständig zu zerschlagen.“

Der gute Ruf des MAWV habe in den letzten Jahren etwas gelitten, woran keine der Mitgliedskommunen die Schuld trägt, sondern der Landtag, der sich zur Änderung des Kommunalabgabengesetzes hinreißen ließ und damit dem Verband diese Last aufbürdete.

Die stellvertretende Landrätin Susanne Rieckhoff überbrachte die Glückwünsche des Landkreises und des Landrates des Dahme-Spreewald-Kreises. „Der Verband steht seit nunmehr 25 Jahren für eine kompetente und verantwortungsvolle Trinkwasserversorgung und Schmutzwasserentsorgung im Landkreis Dahme-Spreewald.“ Der MAWV verstehe sich als Wasserparlament, indem die Mitgliedskommunen die Grundsätze für die Arbeit des Verbandes festlegen „Wasser und seine nachhaltige Bewirtschaftung sind Grundvoraussetzung für eine positive wirtschaftliche und damit letztlich für eine soziale Entwicklung sowie eine sichere Nahrungs­mittelversorgung.“ Grundlage dafür seien die hohen technischen Standards bei der Wasseraufbereitung und -verteilung sowie der sehr gute Zustand des Netzes und engagierte Partner wie der MAWV. Sie erinnerte daran, dass für den achtsamen Umgang mit Wasser jeder Einzelne verantwortlich ist.

Verbandsvorsteher Peter Sczepanski erinnerte daran, dass in der letzten Phase der DDR die Trinkwasserver- und Schmutzwasserentsorgung am Boden lag. Heute stehe Trinkwasser rund um die Uhr, in bester Qualität und ausreichender Menge sowie dem erforderlichen Druck zur Verfügung. Das Schmutzwasser werde umweltgerecht gereinigt und der Natur zurückgegeben. Pumpwerke und Anlagen sind technologisch auf dem neuesten Stand. 380 Millionen Euro wurden seit Gründung in die wasserwirtschaftlichen Anlagen investiert. Der Dank geht an die Mitgliedskommunen und an die Berliner Wasserbetriebe als kompetenter Partner, an die Ingenieurbüros und Bauunternehmen, an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Verbandes und an den Vorsitzenden der Verbandsversammlung Dr. Udo Haase.

Und mit einem Blick in die Zukunft: Der MAWV versteht sich als regionales Umweltunternehmen, das der Umwelt verpflichtet ist. Dazu werde noch in diesem Jahr im Wasserwerk Eichwalde eine Photovoltaikanlage installiert und das erste Elektromobil angeschafft. Für die Schulen werde Lehrmaterial für den Umgang mit Wasser erarbeitet. „Wir werden auch in der Zukunft investieren, damit Arbeitsplätze sichern und Infrastruktur erhalten“, so Peter Sczepanski abschließend.

MT

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