Mit dem Drachenboot unter der Tower Bridge

Die Tower-Bridge ist schon passiert die Red Hot Chili Päddler United haben die Themse von London gerockt. Foto: A. Wegner

Wassersportverein Königs Wusterhausen war erfolgreich
auf der Themse in London unterwegs

Was für eine Kulisse, was für ein Rennen: 22 Paddler des Wassersportvereins Königs Wusterhausen haben Ende September das Abenteuer der traditionellen Regatta „Great River Race“ auf der Londoner Themse gewagt. Mit befreundeten Paddlern aus ganz Deutschland stürzten sie sich als „Red Hot Chili Päddler United“ in zwei Drachenbooten in die Fluten. Die insgesamt 40 Frauen und Männer schlugen sich vor der imposanten Kulisse der britischen Hauptstadt wacker. In gut zweieinhalb Stunden, bei teilweise starkem Wellengang, hatten sie die Ziellinie der 34,8km langen Strecke als drittes und viertes Drachenboot erreicht.

Insgesamt nahmen 314 Mannschaften aus der ganzen Welt in 36 Klassen teil. Am Flussufer und auf den 28 zu durchquerenden Brücken verfolgten tausende Zuschauer dieses Spektakel. Das Besondere an dieser Regatta ist neben der eindrucksvollen Rennstrecke, dass hier jede Art von muskelbetriebenen Booten starten kann. So bewegt man sich auf der Strecke entlang der Londoner Sehenswürdigkeiten vor allem neben Ruderbooten, aber auch mit historischen Wikingerbooten, Outriggern, Kajaks und selbstgebauten Schiffen.

Die „Red Hot Chili Päddler United“ verzichteten auf „extravagante“ Kostüme, denn die Vorbereitungen im Vorfeld waren aufwendig. Es stellten sich nicht nur die Fragen, wie und wo übernachtet werden kann, was auf dem „Kulturprogramm“ steht, wie die Drachenboote für die turbulente Themse vorbereitet werden müssen und wie man diese eigentlich nach London bekommt. Es galt auch, viele rechtliche und versicherungstechnische Probleme zu lösen. Und welchen Einfluss hat möglicherweise der Brexit? So haben auch die Wassersportler, wie in allen Sportarten, immer mehr mit „Papierkram“ und „Paragraphen“ zu kämpfen. Aber auch diese Hürde haben die Paddler des Wassersportvereins Königs Wusterhausen gemeistert.

Ebenfalls im September waren die jugendlichen Ruderer des Vereins bei dem Bundeswettbewerb in München, den Landesmeisterschaften in Brandenburg und den Kreismeisterschaften in KW sehr erfolgreich. So holten die Kinder unter anderem 6 Landesmeistertitel, 9 Kreismeistertitel, die „Pokalwertung der Kinder und Jugend“ und waren mit 7 Sportlern im A-Finale des Bundeswettbewerbs vertreten. Nun steht schon die nächste Herausforderung an: Die Vorbereitungen für den 20. Drachenbootcup Königs Wusterhausen, welcher am 9. Mai 2020 im Strandbad Neue Mühle stattfindet, haben begonnen. Schon bald können sich die Fun- oder Profiteams für den Cup anmelden. Auf der Vereinswebseite www.wsv-kw.de finden Interessierte alle Trainingszeiten und die Kontaktdaten der Trainer und Betreuer. RED/ St. Reddig