Möglichkeiten, die man ergreifen muss

Philipp Schenker berichtet über seine Erfahrungen im dualen Studium Elektrotechnik

Seit 2016 kann man bei der Schulzendorfer Elektro GmbH neben der klassischen Ausbildung auch ein duales Studium Elektrotechnik absolvieren. Der erste, der diese Möglichkeit ergriff, ist Philipp Schenker. Wir unterhielten uns mit ihm über seine Erfahrungen mit diesem neu entwickelten Studiengang.
Das erste Lehrjahr unterschied sich nicht von der Ausbildung der anderen Azubis im Betrieb. Aber seit Oktober vergangenen Jahres ist Philipp Schenker Student an der BTU Cottbus am Campus Senftenberg. Vier Tage pro Woche pendelt er nun täglich von seinem Wohnort nach Senftenberg. „Aber das ist kein Problem“, sagt er, „die Regionalbahnverbindung ab Königs Wusterhausen ist gut, in 1 ½ Stunden bin ich da.“ Immer freitags ist er dann in seinem Unternehmen tätig.
Derzeit absolviert er das Grundstudium mit den Schwerpunktfächern Experimental-Physik, Mathematik und Elektrotechnik. Das Studium erfolgt in Vorlesungen und praktischen Übungen, bei denen das vermittelte Wissen angewendet wird. Dabei hat der junge Mann eine große Stoffmenge zu bewältigen, was auch viel Selbststudium erfordert. Nach jedem Semester stehen Prüfungen an, in denen man sein Wissen nachweisen muss. Für bestandene Prüfungen werden Punkte gutgeschrieben. Nur mit der erforderlichen Punktzahl ist später der Studienabschluss möglich.
Die ersten Prüfungen hat ­Philipp Schenker bereits absolviert. Er hat alle bestanden, sogar mit guten bis sehr guten Ergebnissen, berichtet der junge Mann nicht ohne Stolz.
In seiner Studiengruppe studieren derzeit ca. 15 Studenten. Davon fünf im dualen Studium, drei wie er im ausbildungsintegrierten dualen Studium. „Unser Studien-Modell gibt es erstmals in der Region“, berichtet Philipp Schenker, „aber alles ist gut organisiert. Die Abstimmung zwischen dem Betrieb und der Universität klapp hervorragend.“ Und falls es trotzdem einmal Probleme geben sollte, gibt es eine Beauftragte von der Universität speziell für das duale Studium, erzählt er.
Nach einer ersten Bilanz gefragt, antwortet Philipp Schenker ohne zu zögern: „Ich habe mich mehr als richtig entschieden. Ich bin in einem guten Unternehmen und mit der Uni bin ich auch zufrieden. Man hat hier alle Möglichkeiten, die man aber auch selbst ergreifen muss. Ich bin sehr glücklich mit meiner Berufswahl.“
Dabei ist Philipp Schenker durchaus bewusst, dass sein Studienmodell mehr von ihm verlangt als eine klassische Berufsausbildung. Dafür wird der junge Mann am Ende des Studiums aber auch mit zwei Abschlüssen belohnt – dem Facharbeiter und dem Bachelor.

T + F: VE

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