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Naturschutz verbindet Gemeinde 
und Wirtschaft

Erstes Zeuthener Unternehmen unterstützt langfristig 
angelegtes Grünflächenprojekt der Gemeinde

Gerade erst hat der Welt­klimarat mit dem IPCC Bericht ein düsteres Bild für unsere Welt gezeichnet und zu mehr Handeln aufgerufen. In Zeuthen passiert dies jetzt bereits: Für die in diesem Jahr angelegten Blühflächen auf dem Grünzug zwischen der Ost- und Westpromenade des Ortes hat das Zeuthener Unternehmen Art & Adventure GmbH die Verantwortung übernommen. „Der ein oder andere kennt mich vielleicht als Reisefotograf und Veranstalter der Reise-Vortragsreihe Weitblicke-BB in Zeuthen/Wildau. Seit einigen Jahren leite und veranstalte ich aber auch (Foto-) und andere Reisen als Geschäftsführer der Art & Adventure GmbH in viele Länder der Erde“, begründet Geschäftsführer Kai-Uwe Küchler das Engagement. „Lange schon habe ich nach einer Möglichkeit gesucht, diese Reisen klimaneutral anzubieten. Wir wollen gern unserer Verantwortung gerecht werden. Die Flugreisen über Zertifikate irgendwo in der Welt auszugleichen, ist uns zu unpersönlich und wir können nicht kontrollieren, was mit unseren Geldern gemacht wird. Hier können wir und unsere Kunden einfach vorbeiradeln“, erklärt er weiter.

Im Auftrag der Gemeinde Zeuthen steuert die Schönefelder BADC GmbH die Anlage des Grünzugs zwischen der Ost- und Westpromenade. Finanziert wird das größtenteils mit Kompensationszahlungen für Bauvorhaben. Über die Eingriffsregelung im Bundesnaturschutzgesetzt werden sie Bauherren auferlegt, um den baulichen Eingriff in die Natur auszugleichen. Die Pflanzung heimischer Sträucher und Bäume gehört genauso dazu wie die Pflege von nicht gedüngten und selten gemähten Wiesen, Trockenmauern und Benjeshecken. „Die aktuellen Ereignisse – Hochwasser, Waldbrände, Artenverlust – zeigen, dass wir noch viel mehr machen müssen, als zu versuchen, gesetzliche Mindeststandards zu erfüllen“, sagt BADC-Geschäftsführerin Antje Girschick. „Dass ein Unternehmen freiwillig den Naturschutz unterstützt, freut uns sehr. Wir arbeiten bisher ja vor allem mit gesetzlich verpflichtenden Ausgleichsmaßnahmen für Bauvorhaben.“ Derzeit geht es darum, den Boden auf die kommenden Pflanzungen vorzubereiten und Bienen und Vögeln ein Zusatzfutter zu geben. In mehreren Bauabschnitten soll in den kommenden Jahren der gesamte Grünzug von der Straße am Hochwald bis zur Hoherlehmer Straße gestaltet werden. So bleibt auch Zeit, weitere Gelder von Unternehmen für die Umsetzung zu sammeln. Bürgermeister Sven Herzberger bedankt sich schon jetzt für die Partnerschaft mit der ersten Firma des Ortes: „Das ist das gesellschaftliche Engagement, das wir uns für unsere Gemeinde wünschen“, sagt er. „Es ist ein originärer Beitrag für unser Ziel, eine klimaneutrale Kommune zu werden. Wir würden uns freuen, wenn noch mehr Unternehmen sich anschließen und wir nach langen Diskussionen um den Grünzug hier als Gemeinschaft etwas Gutes für Mensch und Natur tun können.“

RED / PI BADC

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