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Neue Heizungsregelungen für Bestandsgebäude

Die Umstellung auf erneuerbare Energien in der Heiztechnik wird zur Pflicht – was Eigentümerinnen und Eigentümer jetzt wissen müssen

Das Jahr 2024 markiert einen Wendepunkt in der deutschen Energiepolitik. Mit dem in Kraft getretenen neuen Gebäudeenergiegesetz (GEG) setzt die Bundesrepublik entschlossen auf die Förderung klimafreundlicher Heiztechnologien. Ziel ist es, den Anteil erneuerbarer Energien im Heizungsbereich signifikant zu erhöhen und damit einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Für Bestandsgebäude gelten dabei spezifische Regelungen und Übergangsfristen, die Eigentümerinnen und Eigentümer beachten müssen, um den neuen gesetzlichen Anforderungen gerecht zu werden.

Das GEG sieht vor, dass beim Einbau neuer Heizungen in Bestandsgebäuden ab 2024 eine Integration erneuerbarer Energien zu mindestens 65 Prozent erfolgen muss. Diese Vorgabe betrifft jedoch primär Neubauten in Neubaugebieten. Für Bestandsgebäude besteht eine größere Flexibilität bei der Wahl der Heiztechnik, solange die Umstellung auf vollständig erneuerbare Energiequellen bis zum Jahr 2045 vollzogen wird.

Das Serviceportal „Intelligent heizen“ bietet umfassende Informationen darüber, welche Heizsysteme unter das neue GEG fallen und wie Eigentümerinnen und Eigentümer von Bestandsgebäuden von staatlichen Förderungen profitieren können. Stefanie Bresgott, Bereichsleiterin Kommunikation und Marketing der Wirtschaftsvereinigung Gebäude und Energie e.V., betont die Vorteile der Investition in moderne, umweltfreundliche Heiztechnologien: Neben der Schonung der Umwelt und der Steigerung des Immobilienwerts locken attraktive staatliche ­Zuschüsse.

Die Übergangsregelungen des GEG sind eng mit der lokalen Wärmeplanung verknüpft. Kommunen legen fest, wie sie die 65-Prozent-Vorgabe umsetzen möchten, sei es durch den Anschluss an Fernwärme- oder Wasserstoffnetze oder durch den Einbau individueller Heizlösungen wie Wärmepumpen. Besonders in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern, die ihre Wärmeplanung bis Mitte 2026 präsentieren müssen, ist diese Orientierung für Eigentümerinnen und Eigentümer von großer Bedeutung.

Für fossile Heizungen, die vor dem Stichtag des 1. Januar 2024 installiert wurden, besteht eine Weiterbetriebsmöglichkeit bis 2045, sofern sie funktionsfähig sind. Die Austauschpflicht nach § 72 GEG trifft vor allem veraltete Gas- und Ölheizungen, die nicht effizient arbeiten. Darüber hinaus ist bei neuen Installationen fossiler Heizsysteme eine Energieberatung vorgeschrieben, um über wirtschaftliche Risiken und alternative Heizmethoden zu informieren.

Erneuerbare Energien bieten für Bestandsgebäude eine Vielfalt an Optionen: von Wärmepumpen über Biomasse- und Pelletheizungen bis hin zu Solarthermie-Anlagen. Das GEG erlaubt explizit den Einbau solcher Systeme, wobei staatliche Zuschüsse von 30 bis 70 Prozent die Umstellung erleichtern. Die Plattform www.intelligent-heizen.info steht als zentrale Informationsquelle zur Verfügung, um Eigentümerinnen und Eigentümern den Übergang zu nachhaltigeren Heizlösungen zu erleichtern.

Die Neuerungen des GEG stellen einen entscheidenden Schritt in Richtung eines klimaneutralen Gebäudebestands in Deutschland dar. Durch die Kombination aus gesetzlichen Vorgaben, finanzieller Unterstützung und flexiblen Lösungen für Bestandsgebäude wird ein klarer Weg in die Zukunft der Heiztechnik gezeichnet.

RED / PM KOMPAKTMEDIEN

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