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Freitag, März 1, 2024
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Neue Impulse durch Europa

Erasmus-Projekt an der Schule 
des Zweiten Bildungsweges Dahme-Spreewald

Wie kann moderner Unterricht der Zukunft aussehen, wie können Lehrkräfte die neuen Herausforderungen meistern, was kann Schule von anderen lernen? Diese Fragen hat sich die Schule des Zweiten Bildungsweges in Königs Wusterhausen (SZBW) gestellt, die unlängst ihr neues Gebäude auf dem Funkerberg bezog.

Darum startete 2018 das Erasmus-­Projekt „Lehrkräfte auf dem Weg zu Spitzenleistungen“. Sie bekamen die Chance, auf insgesamt 19 einwöchigen Fortbildungen quer durch Europa ihren Horizont zu erweitern und neue Unterrichtsmethoden kennenzulernen. Im August wurde nun das Fortbildungsprojekt erfolgreich abgeschlossen. „Wir haben unsere Chance genutzt – trotz der Corona-Krise“, erklärte Karin Müller, neue Schulleiterin der SZBW. „Unser Ziel war es, den Unterricht zunehmend mit digitalen Medien zu gestalten, die Integration von Geflüchteten und Migranten zu fördern und neue Unterrichtsmethoden kennenzulernen. Das Erasmus-Projekt hat uns dabei geholfen.“

Über das Erasmus-Programm fördert die EU den internationalen Austausch im Bereich der Bildung. So nahmen Lehrkräfte und Schulleitung an Fortbildungen von Irland bis Italien teil. Diese wurden von professionellen Bildungsinstituten veranstaltet und durch das Erasmus-Programm der EU finanziert. Die teilnehmenden Lehrkräfte waren insgesamt vom Erasmus-Projekt begeistert. Vor allem die Vielzahl neuer Unterrichtsimpulse und die Möglichkeit zum professionellen Austausch mit Lehrkräften aus ganz Europa öffneten neue Sichtweisen.

„Uns ist klar geworden, dass wir in Europa an den Schulen oft vor den gleichen Schwierigkeiten stehen“, resümiert Projektkoordinator Michael Luhnen. Von den Lösungswegen in anderen Ländern könne man sich aber einiges abschauen. Manchmal werde dadurch auch eine Rückbesinnung auf bekannte Methoden nahegelegt, so zum Beispiel auf verstärkten Praxisbezug im Mathematik-Unterricht. Starken Anklang bei den Lehrkräften fanden auch Beispiele naturwissenschaftlichen Projektunterrichts. Zu den Highlights zählte der Besuch einer Schule im spanischen Girona, an der vierzehnjährige Schülerinnen und Schüler einen Hausbau von A bis Z planten, modellierten und anschließend öffentlich vorstellten.

Den größten Nutzen konnte man aber aus Fortbildungen zum Einsatz neuer Medien im Unterricht ziehen. „Während des Projektzeitraums sind wir in das neue Schulgebäude auf dem Funkerberg umgezogen“, berichtet Schulleiterin Karin Müller. „Alle Räume sind hier mit modernen interaktiven Tafeln ausgestattet. Die Fortbildungen haben geholfen, digitale Unterrichtsmittel sinnvoll einzusetzen.“

RED / PI LDS

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