Neujahrsempfang in Bestensee

Ehre, wem Ehre gebührt: Peter Neumann wurde „mit Pomp“ beim Bestenseer Neujahrsempfang gewürdigt. Foto: M. Tadra

Positive Bilanz, anspruchsvoller Ausblick und Würdigung eines engagierten Mitbürgers

Der diesjährige Neujahrsempfang in der Gemeinde Bestensee begann etwas anders als in den vergangenen Jahren. Bevor Bürgermeister Klaus-Dieter Quasdorf traditionsgemäß die Bilanz der Gemeinde des vergangenen Jahres und einen Ausblick auf das neue Jahr vornahm, wurde der Bestenseer Peter Neumann von zwei Mitgliedern der „Langen Kerls“ aus der Potsdamer Riesengarde durch den Saal eskortiert und auf der kleinen Bühne platziert. Was es damit auf sich hatte, erklärte Klaus-Dieter Quasdorf im Anschluss an seine Ausführungen zur Entwicklung der Gemeinde. 

In seiner Bilanz würdigte der Bürgermeister die Freiwillige Feuerwehr, die 133 Mal alarmiert wurde. Für die Ausstattung der Feuerwehr wurden 132.000 € investiert. 2019 werde die Gemeinde 400.000 € für einen Erweiterungsbau und Nebenflächen investieren.

Auch die Einwohnerzahl habe sich weiter auf 7.917 Einwohner entwickelt. Im gewerblichen Bereich mit 661 registrierten Gewerbearten geht es voran. Bei den Finanzen konnte ein Einnahmeplus von 686.269 € erzielt werden. Im Bauamt wurden 107 Bauanträge, 3 Vorbescheide, 10 Nutzungsänderungen und 9 Sondernutzungen bearbeitet. Mit den daraus resultierenden Baumaßnahmen wurden 46,1 Mio. € umgesetzt. Und dass Bestensee im Bereich von Kultur und Sport einen Spitzenplatz in der Region einnimmt, beweisen die 46 Veranstaltungen, die die Gemeinde zusammen mit dem Heimat- und Kulturverein und dem Gewerbeverein durchgeführt hat.

Auch die Anzahl der Kinder in der Gemeinde steigt. Das bringe Probleme mit sich, die sich aber lösen lassen. So werden zum Beispiel in der WaldKita in Pätz gegenwärtig 182 Kinder betreut und damit die ursprüngliche Kapazität erreicht. Durch eine vorausschauende Planung könne die Kapazität jedoch auf 229 Kinder erhöht werden. 371 Schüler besuchen die Schule. Auch hier gibt es mit einer möglichen Schülerzahl von 450 noch Reserven.

„Wir sind als Gemeinde auf einem guten Weg“, resümierte der Bürgermeister mit Blick auf das alte Jahr. Auch 2019 werde diese Entwicklung weitergehen. Im Ortsteil Pätz ist eine Markthalle geplant, in Bestensee wird über ein kombiniertes Einkaufszentrum nachgedacht. Im Bereich Hauptstraße/Bahnübergang soll der Bau einer Rechtsabbiegerspur beginnen. Gedanken müsse man sich machen um die Erweiterung der Kita-Kapazität und über die Erweiterung der Grundschule. Die Gemeinde wolle sich auch um die Ansiedlung einer weiterführenden Schule bemühen.

Eine positive Bilanz und anspruchsvolle Aufgaben, die nur im Miteinander von Gemeinde, Gemeindevertretung, Vereinen und dem Engagement der Bürger erfüllt werden können. Und so schloss sich an die Ausführungen des Bürgermeisters die Würdigung des Bestenseer Bürgers Peter Neumann an. Er wurde Ehrenbürger und trug sich in das Goldene Buch der Gemeinde ein.

Ingrid Teltow, Mitglied der Bestenseer Gemeindevertretung, würdigte das jahrzehntelange Engagement von Peter Neumann für die Gemeinde. „Peter Neumann ist ein waschechter Bestenseer. Er ist hier aufgewachsen und zur Schule gegangen, hat seine Lehre als Klempner im Betrieb seines Vaters absolviert und ist dann in die Fußstapfen seines Vaters getreten.“ Er habe die Firma übernommen und später erweitert. Gewürdigt werden solle aber heute sein ehrenamtliches Engagement, so Ingrid Teltow. Ob als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr oder im Hundesportverein, als Mitglied der Gemeindevertretung, als Vorsitzender des Gewerbevereins, Mitbegründer des Schützenvereins, als Grillmeister bei den Wanderungen….und—und…und, schaue er nicht auf den Cent oder auf die Minuten und sorgt im Ort für ein harmonisches Miteinander. „Dafür schätzen wir ihn, dafür danken wir ihm und hoffen, dass das noch lange Zeit so bleibt“, so Ingrid Teltow unter dem Beifall der Gäste des Neujahrsempfangs.

MT (T+F)

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