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Noch Platz nach oben

Landkreis-Ranking sieht LDS
auf Platz 200 von 401

LDS steht 30 Jahre nach dem Mauerfall wirtschaftlich ganz gut da, deutschlandweit in einem entsprechenden Ranking im Mittelfeld. Das zeigt der letzte Landkreis-Vergleich im sogenannten „Zukunftsatlas“. Den erstellt alle 3 Jahre das Prognos-Institut Berlin und ermittelt die Zukunftschancen der 401 deutschen Landkreise und kreisfreien Städte. Insgesamt 29 Indikatoren spielen dabei eine Rolle. Seit 15 Jahren sind das immer die gleichen: unter anderem das Bevölkerungswachstum, die Arbeitslosenquote, die Geburtenrate, die Kosten auf dem Wohnungsmarkt im Vergleich zum Einkommen, Patent-Intensität, Kaufkraft, Kriminalitätsrate oder auch die Erreichbarkeit von Autobahnen.

LDS zählt zu den zehn Aufsteigern des Atlas. Wie auch Teltow-Fläming. Weil in Berlin der Wohnungsmarkt zu teuer geworden ist, siedeln Firmen und deren Mitarbeiter sich lieber im Umkreis von Berlin an. Also zum Beispiel in Teltow-Fläming – der Kreis rangiert auf Platz 170 als der bestplatzierte ostdeutsche Landkreis. Was vor allem auch auf die verkehrsgünstige Lage mit der ausgebauten B101, der A 10, dem Flughafen ­zurückzuführen ist. 2016 war der Landkreis auf Platz 285 zu finden, steigt also um 115 Plätze nach oben. Besser als TF schneiden im ostdeutschen Vergleich da nur Städte ab – wie Jena (Platz 29), Dresden (41), Potsdam (92), Leipzig (104). Teltow-Fläming dicht auf den Ranking-Fersen stehen dessen direkte Nachbarn: ­Dahme-Spreewald auf Platz 200, Potsdam-Mittelmark auf Platz 216). Wie gesagt: LDS – Einer der Aufsteiger des Jahres! Im Vergleich der Ranglisten von 2004 bis 2019 ist der Landkreis um insgesamt 147 Plätze auf­gestiegen. Noch 2016 stand LDS auf Platz 246. Und noch ist Platz nach oben.

Die Besten kommen wie immer aus dem Westen! In diesen Regionen ist es laut Prognos am wahrscheinlichsten, dass es auch künftig wirtschaftlich bergauf geht. Spitze ist wie seit Jahren München. Die Stadt München hat allerdings mit dem Landkreis München die Plätze eins und zwei getauscht. 21 der 25 Top-Standorte liegen in Süddeutschland. Aufsteigerregion Nummer eins in Deutschland ist laut dem neuen „Zukunftsatlas“ die Stadt Leipzig. Nirgendwo sonst verbesserten sich die wirtschaftlichen Aussichten in den vergangenen 15 Jahren so stark wie in der sächsischen Messestadt, sagt die Studie. Leipzig kletterte demnach im Ranking von Platz 334 im Jahr 2004 auf Platz 104 im Jahr 2019. In Ostdeutschland erreichen nur die Städte Dresden, Jena, Potsdam, Berlin und Leipzig die Gruppe der Regionen, in denen die Zukunftschancen überwiegen. 

Die Regionen mit den geringsten Zukunftschancen sind die abgelegenen in Ostdeutschland. Das Schlusslicht im Ranking ist wie seit langem der Kreis Stendal in Sachsen-Anhalt auf Platz 401. Nur wenig besser stehen der Altmarkkreis Salzwedel und das Jerichower Land da. Mit Lüchow-Dannenberg ist unter den „Flop-10“ nur ein einziger Landkreis aus Westdeutschland zu ­finden.

UR; PI Prognos

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