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Nur verwalten reicht mir nicht!

Björn Langner bewirbt sich als unabhängiger Kandidat für das Bürgermeisteramt in Heidesee

Björn Langner sitzt auf seinem Rad in Bindow und schaut auf das Feld neben der Siedlung. Dass ihm Schweißperlen über die Stirn laufen, liegt nicht nur an der brütenden Hitze, sondern auch an den vielen Kilometern, die er heute wieder auf einem für ihn ungewohnten Gefährt zurückgelegt hat: „Beruflich bin ich als Key-Account-Manager in ganz Deutschland mit dem Auto unterwegs. Für die Verteilung meiner Broschüren bin ich jetzt aber temporär auf das Rad umgestiegen.“

Die persönliche Übergabe seiner Hefte zur Wahl des Bürgermeisters am 1. September in Heidesee ist für Langner eine ganz persönliche Herzensangelegenheit: „Ich möchte wissen, was die Einwohner bewegt. Deswegen verteile ich alle Broschüren persönlich und versuche dabei ins Gespräch (am Gartenzaun) zu kommen. Das ist für mich Bürgernähe – diese Eigenschaft wäre mir bei einem Bürgermeister am wichtigsten.“

Die Entscheidung für die Kandidatur zum obersten Verwaltungsbeamten Heidesees war allerdings nicht von langer Hand geplant. Während des Kommunalwahlkampfes, nach dem es Langner für die BVB/Freie Wähler in den Kreistag LDS und für Bürger für Bürger (BfB) Heidesee in die Gemeindevertretung und den Ortbeirat Prieros geschafft hat, bekam er so viel positives Feedback, dass in seiner Unabhängigen Wählergemeinschaft der Wunsch nach einem eigenen Kandidaten wuchs. „Mir wurde sehr oft die Frage gestellt, warum ich nicht auch als Bürgermeister für Heidesee kandidieren würde“, so Langner. „Nach Abstimmung mit den anderen unabhängigen Bürgergruppen Heidesees habe ich mich dann zu diesem Schritt entschlossen.“ Neben den BfB wird Langner bei seiner Kandidatur auch von der UWGH und der UWG unterstützt. „Das letzte Wort über meine Kandidatur hatte dann aber meine Frau“, so Langner schmunzelnd.

Unter dem Motto „Ein Herz für Heidesee – Nicht nur verwalten, Heidesee gemeinsam gestalten!“ wirbt er seit Wochen neben seinem Vollzeitjob um jede Stimme. Dabei dürfen natürlich auch seine Frau und seine beiden Kinder nicht zu kurz kommen. Seit 38 Jahren wohnt er nun schon in Prieros, nur für das Studium der Wirtschaftsinformatik zog es ihn für kurze Zeit nach Glauchau in Sachsen an die Berufsakademie. „Ich kenne die Sorgen und Nöte der Menschen hier in Heidesee“, so Langner. Eins seiner Kernthemen ist die Förderung des Ehrenamtes! Seit fast 20 Jahren ist er im SV Prieros „Dahme“ e. V. aktiv. Als Trainer führte er eine Volleyballmannschaft von der Landesklasse in die Regionalliga und leitet seit 5 Jahren eine Kitasportgruppe. „Ob Feuerwehr, Sportverein, Telefonseelsorge, überall dort, wo der Staat versagt, springen Ehrenamtler ein. Sie sind der Kitt unserer Gesellschaft und unheimlich wichtig für das Dorfleben.“

Neben der Förderung des Ehrenamtes möchte er die Verwaltung entbürokratisieren, modernisieren und wieder regelmäßige Bürgermeistersprechstunden einführen. Auch die generationenübergreifenden Themen hat er im Auge. Eine seiner Ideen ist beispielsweise ein Kombinationsbau (in Friedersdorf), in dem sowohl ein Seniorenheim als auch ein Kindergarten untergebracht werden sollen.

Bei allem Wahlkampfgetöse ist es ihm am Ende wichtig zu betonen, was für ihn über allem steht: „Bei aller Emotionalität in der Politik möchte ich für parteiübergreifende Sachorientierung stehen! Mir ist es egal, von wem die Idee kommt. Wenn sie gut ist, wird sie umgesetzt. Das finale Ziel ist immer die Erhöhung der Lebensqualität der Einwohner Heidesees!“

Langner nimmt einen tiefen Schluck aus der Mineralwasserflasche, die ihm eine nette Anwohnerin gegeben hat, und fährt weiter. Bald ist es geschafft.

BfB Heidesee

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