9.5 C
Königs Wusterhausen
Samstag, März 2, 2024
Stellenangebote der KOCH AG Zeesen
StartAnge(mark)tOb sie es anpacken?

Ob sie es anpacken?

Ob sie es anpacken?</p><br /> <p>Es war vorhersehbar. Und man könnte lachen, wenn es nicht so folgenreich wäre: SPD und CDU sind bei den Europa-Parlamentswahlen und auch in Brandenburg bei den Kommunalwahlen richtig abgewatscht worden. Und jetzt kommt der große Lacher: Beide Parteien und die SPD-Chefin Nahles mit ihrem Rücktritt haben nun endlich gemerkt: Das Problem sind ja wir! „Wir waren nicht an den Menschen und ihren Problemen dran, haben zu wenig auf sie gehört, zu wenig mit ihnen gesprochen, sie nicht erreicht.“ Ja, wo leben sie denn?! In einer politischen Seifenblase? Aber das ist doch keine neue Erkenntnis und so wurde doch schon bei den letzten Wahlen getönt. Und doch wurde in alter Parteienblasiertheit und eigener Trugschluss-Glückseligkeit im alten Trott wie zuvor weitergemacht. Ignorierend, dass viele Menschen im Land Sorgen und Ängste haben und Lösungen statt Losungen wollen. Die einstmals etablierten Parteien haben außer wohltönenden Worten zu wenige geboten. Themen wie die Kreisgebietsreform in Brandenburg waren es nicht, die die Menschen bewegten und es wurde zu einem der entschiedensten Themen keine richtige Antwort gefunden: Dem Thema Klimaschutz. SPD und CDU haben nicht begriffen: Wenn man wegläuft, ist man immer zu langsam. In Brandenburg will nun die SPD nach den massiven Verlusten bei den Europa- und Kommunalwahlen stärker mit den Bürgern in Kontakt kommen. Da, schau an! Aber weshalb erst jetzt?! “Vieles von dem, was wir machen“, so Brandenburgs SPD-Generalsekretär Erik Stohn, „kriegen die Menschen nicht mit.” Liegt das an den Menschen im Lande? Oder an den selbstzufriedenen, sich im vermeintlichen eigenen Glanz sonnendenden Funktionären? Mit den Leuten zu sprechen – wenn die Altparteien das gemacht hätten, wäre die AfD jetzt nicht da, wo sie ist. “Raus, raus, raus, mit den Menschen reden!“, forderte der junge Brandenburger SPD-General. Und zuhören, was sie zu sagen haben, was sie wollen. Und dann für sie agieren. Das gilt auch im bislang verstrittenen Miteinander des KWer Bürgermeisters mit der neuen Stadtverordnetenversammlung: Im Interesse der Menschen die eigenen Ego-Befindlichkeiten und Eitelkeiten zurückstellen. In Brandenburg steht im September mit den Landtagswahlen die Nagelprobe an, ob sie es wenigstens ansatzweise versucht haben.

Es gibt viel zu tun. Aber ob sie es anpacken?

Und überhaupt.

RELATED ARTICLES

Meist gelesen

Kommentare