Offener Brief der Berliner Privattheater

Massives Theatersterben muss mit unbürokratischen Hilfsmaßnahmen verhindert werden

Knapp 20 Berliner Privattheater haben sich in einem offenen Brief an die Bundesregierung und den Berliner Senat gewandt und eindringlich um rasche finanzielle Unterstützung gebeten. Sie danken ausdrücklich dem Berliner Kultursenator Dr. Klaus Lederer, der sich für wirtschaftliche Hilfen seitens des Bundes für die Kulturinstitutionen des Landes stark macht.

„Wir weisen mit diesem offenen Brief eindringlich darauf hin, dass es ohne unbürokratische und schnelle Hilfsmaßnahmen zu einem massiven Theatersterben in der Stadt kommen wird“, heißt es in dem Schreiben, das unter anderem vom Berliner Ensemble, dem Grips Theater, den Kabaretts Distel und „Die Stachelschweine“, der Komödie am Kurfürstendamm im Schiller Theater, dem RambaZamba Theater, dem Renaissance-Theater Berlin, der Schaubühne am Lehniner Platz, dem Stage Theater des Westens und dem Wintergarten Varieté unterzeichnet ist. „Besonders Kulturinstitutionen, die bisher keine oder geringe Zuwendung vom Land Berlin erhalten haben, stehen vor dem baldigen Aus. Ohne die Vielzahl an Theatern wäre unsere Stadt nicht so bunt, nicht so lebendig, nicht so lebenswert und nicht so attraktiv. Die Kulturlandschaft und in der Folge auch die gesamte wirtschaftliche Infrastruktur Berlins wären damit schwer beschädigt. Genau deswegen ist es wichtig, dass tatsächlich alle Theater, alle Kulturinstitutionen diese Krise überstehen und nicht nur einzelne Häuser. Die Berliner Privattheater benötigen jetzt sehr konkrete Hilfe, und zwar in Form von Zuschüssen seitens des Berliner Senats und der Bundesregierung. Kredite helfen angesichts der monatelang ausbleibenden Einnahmen nicht!“

RED