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Radwegebau mit Hilfe des Kreisstrukturfonds

Weitere Fördergelder des Kreises für Radinfrastruktur der Kommunen beschlossen

Im Jahr 2021 hat der Landkreis Dahme-Spreewald den Kreisstrukturfonds um das Thema Radverkehrsförderung erweitert. Gefördert werden zum Beispiel die Planung und der Bau von Radwegen, die Errichtung von Fahrradabstellanlagen oder Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit. Die junge Förderrichtlinie wird von den Kommunen so stark nachgefragt, dass die Anträge die zur Verfügung stehenden Mittel erheblich übersteigen.

Für die Jahre 2023 und 2024 sind im Haushalt des Landkreises hierfür jeweils eine Million Euro geplant – vorbehaltlich der Haushaltsgenehmigung. Mit ihnen sollen die Kommunen dabei unterstützt werden, die Ergebnisse aus dem gemeinsam erarbeiteten Radverkehrskonzept in den nächsten Jahren umzusetzen. „Der Landkreis Dahme-Spreewald fördert so das Zusammenwachsen von unterschiedlichen Regionen“, sagt Dahme-Spreewalds Umweltdezernentin Heike Zettwitz. „Alle Maßnahmen dienen sowohl dem Alltagsradverkehr als auch der touristischen Nutzung.“

Die Planung eines straßenbegleitenden Radweges an der L 402 zwischen Zeuthen und dem Kreisverkehr mit der L 400 wird zum Beispiel seit dem Jahr 2022 mit Mitteln des Kreisstrukturfonds gefördert. Der Radweg wird die wichtige Funktion der Zuführung zur Radschnellverbindung zwischen Königs Wusterhausen und dem BER erhalten. Der Landkreis fördert hierfür vorerst die Planung. In der Gemeinde Heidesee erfolgt der Ausbau des Gestütsweges zwischen Prieros und Kolberg. Der Abschnitt leistet einen weiteren Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für Radfahrende, da sie ohne Benutzung der L 39 zwischen den Orten fahren können.

Zwischen Duben und Luckau wurde mit dem Ausbau der B 87 eine Radwegverbindung hergestellt. Dieser letzte Abschnitt endet in Luckau am Ortseingang von Cahnsdorf. Ab hier entlang der Landesstraße L 52 gibt es derzeit keine Radverkehrsanlage. Mit diesem von der Stadt Luckau geplanten Abschnitt, für den vorerst nur die Planung gefördert werden kann, wird eine für Radfahrende sichere Erreichbarkeit der Innenstadt von Luckau hergestellt. Langfristiges Ziel ist eine durchgehende Radwegverbindung von Lübben bis Luckau.

Sicher zwischen den Orten Byhleguhre-Byhlen und Straupitz mit dem Fahrrad zu fahren und nicht auf der Landesstraße 51, soll über einen bestehenden Weg ermöglicht werden. Von Byhleguhre und Mühlendorf besteht bereits ein asphaltierter Wirtschaftsweg, der mit einem Lückenschluss zwischen Mühlendorf und Straupitz-Horst den Anschluss an die Fahrradstraße nach Straupitz schafft. Um von Blasdorf nach Jamlitz an den Heideradweg komfortabel mit dem Fahrrad zu gelangen, ist der Ausbau von vorhandenen Feld- und Wirtschaftswegen erforderlich. Der Abschnitt wird als „Zubringer“ an das lokale Radwegenetz von Lieberose fungieren und dem Aufbau eines touristisch nutzbaren Radwegenetzes in der Lieberoser Heide dienen.

Von Goyatz soll ein Radweg an der B 320 nach Lamsfeld geplant werden. Diese Strecke ist als Priorität 1 im Radverkehrskonzept 2030 aufgeführt. Die Bundesstraße weist eine hohe Verkehrsstärke auf, die für RadtouristInnen und insbesondere für den Schülerverkehr eine erhebliche Einschränkung an diesem Abschnitt darstellt. Die Gemeinde Märkische Heide plant einen Radweg an der L 42 zwischen Hohenbrück und Alt Schadow. Dieses Teilstück ist ein erster Schritt für eine durchgehende Radwegverbindung bis nach Neu Lübbenau. Darüber hinaus gelangt man nach Neuendorf am See und kann den See komplett mit dem Rad oder zu Fuß umrunden.

Geplant werden soll ein Radweg an der B 320 zwischen Groß Leine und Siegadel (Märkische Heide). Dieser Radweg ist die Fortsetzung der bereits bestehenden Radwege entlang der B 179 und B 320 von Kuschkow bis Groß Leine, weiterführend bis Siegadel. Der Radweg an der B 179 zwischen Kuschkow und Neu Lübbenau ist das Gegenstück zur Verbindung an der B 320 zwischen Groß Leine und Siegadel. Mit diesem Abschnitt wird eine durchgehende Radwegverbindung von Leibsch bis letztendlich Goyatz am Schwielochsee entstehen. Der Spreeradweg zwischen dem Nordumfluter und der Kreisgrenze zu Oberspreewald-Lausitz in Lübben (Spreewald) soll eine Verbesserung der Oberflächenqualität erhalten und damit wieder ein komfortables Radeln ermöglichen.

RED / PI LDS

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