Sauber hingeferkelt

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Da kann man nun meckern, was man will über Mutti: Wie sie in den Sack gehauen hat, war schon ein Knaller. Oder wie der Brandenburger Bauer sagt: Sauber hingeferkelt! Ganz egal, was man von der Wir-schaffen-das Kanzlerin und ihrer Politik gehalten hat: Die Art und Weise, wann und wie sie jetzt ihren Rückzug verkündet hat: Respekt!

Weniger dafür, dass sie uns mit den offenen Grenzen und der Flüchtlingsflut immense Probleme aufgeladen hat und den Deutschlanddampfer zum Schlingern brachte. Und sie hat nichts getan, dagegenzusteuern. Im Gegenteil, sie hat die Agonie in Deutschland weiter befördert. Doch nun kam ihr wohl eine Einsicht und sie wollte mit ihrem einem Verzicht auf Raten für sich ein Problem weniger haben. Jetzt hat sie eins mehr: Der Kampf um ihre Nachfolge ist voll entbrannt. Er erinnert an den letzten Akt eines klassischen Shakespeare-­Dramas: Rache. Es gibt ja einige, die eine persönliche Rechnung mit Merkel offen haben. Wie der einst von Merkel knallhart abservierte einstige CDU-Fraktionsvorsitzende Merz. Er als höchstbezahlter Wirtschaftslobbyist, der als Polit-Messias gehandelt wird, will es nun höchst daselbst richten. Aber wie sagt schon eine alte Bauernregel: Der Merz kennt keine Regeln. Meistens leitet er irgendwie den Frühling ein, aber man kann sich nicht darauf verlassen. Sein Motto heißt „vielleicht“.  Und: Merzenschein allein lässt noch nichts gedeihn. So isses.

Die Möchtegern-Kanzler/Innen werden der Merkelin in den nächsten Wochen genüsslich ihre Rechnungen auftischen oder tun es schon. Aber man muss auch zugeben: Wer außer ihr hätte international all das bewältigt bekommen, was sie meist bravourös geleistet hat? Bloß eben daheim nicht. Horst Seehofer überlegt ja, den geschassten Maaßen nun in diese Position zu hieven. Jens Spahn giert auch schon auf den Posten. Hoffentlich bleibt uns dies erspahnt – aber er misst wohl schon die Gardinen im Kanzlerbüro. Und selbst diejenigen, die immer fein der Kanzlerin nach dem Mund geredet haben, reißen jetzt die Klappe auf. Selbst eine CDU-Bundestags­abgeordnete aus unserer Region, bei der sich viele oft gefragt haben, was macht sie eigentlich, meldet sich jetzt zu Wort. Wer letztlich das Rennen macht, kann uns hier im Osten eigentlich schnurzpiepegal sein. So wie der Merkel in ihrer Kanzlerschaft ist das Nicht-mehr-ganz-Neuland auch denen allen völlig schnuppe. Warum haben wir denn auch vor 29 Jahren eine friedliche Revolution gemacht, statt uns über Kerzen in den Fenstern jenseits der Mauer und Westpakete wie blöde zu freuen!

Es hat sich bald ausgemerkelt. Das „Merkel muss weg!“-­Geschrei bringt nun nichts mehr. Und die AfD ist plötzlich ohne Programm! Es gibt auch Gerüchte, die Nahles erwägt zur CDU überzulaufen, damit sie sich auch ein einziges Mal als Kanzlerkandidatin bewerben kann – bevor sie und die Sozen in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Und was macht Angie? Laut internen Informationen vom Transfermarkt wechselt sie für 82 Millionen zu den Linken. Die haben ja keinen, der was reißen könnte. Es bleibt spannend.

Und überhaupt.

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