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Samstag, März 2, 2024
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Schleusenbrücke ist für viele Fußgänger unüberwindbar

Seniorenbeirat KW: Wir brauchen einen barrierefreien Behelfs-Übergang in Neue Mühle

Die Sperrung der Schleusenbrücke Neue Mühle in Königs Wusterhausen für den Fahrzeugverkehr ist nun fast drei Wochen Realität. „Und die damit einhergehenden, erwarteten Probleme sind es auch“, erklärt der Königs Wusterhausener Seniorenbeirat. Für Autos gebe es zwischen dem Stadtzentrum und den Ortsteilen Zernsdorf, Kablow, teilweise auch Niederlehme und Neue Mühle eine einzige mögliche Umfahrung der Brücke. Wegen des resultierenden hohen Verkehrsaufkommens auf dieser Umleitung gehe es dort zu den Hauptverkehrszeiten nur noch mit „Stop and Go“ vorwärts. Auch ist die Umleitung wesentlich länger als der Weg über die Brücke.

Der Senioenbeirat macht darüber hinaus aber auch darauf aufmerksam, dass ein Großteil der Fußgänger und Radfahrer, insbesondere die jüngeren und älteren, und auch körperlich Behinderte sich damit abfinden müssen, dass es nahezu unmöglich ist, mit Fahrrad, Kinderwagen, Rollator, Rollstuhl oder Ähnlichem über die (alte) Fußgängerbrücke zu kommen. Die auf- und absteigenden Treppen sind einfach zu schwierig. „Als Ausweg bleibt das Auto – sofern man noch Auto fährt -, mit dem man dann zusätzlich die Umleitung verstopft“, sagt die Beiratsvorsitzende Prof. Dr. Renate Gruppe. „Aber was machen zum Beispiel Rollator benutzende, nicht mehr Auto fahrende Senior*innen?“

Bei allem Verständnis für die Instandsetzung sei der jetzige Zustand eine Zumutung für die Einwohner, ganz besonders aber für die Senior*innen der Stadt. „Speziell in deren Interesse habe ich als Vorsitzende des Seniorenbeirates der Stadt Königs Wusterhausen in einem Schreiben an das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Berlin gefordert, die Errichtung einer barrierefreien Behelfsbrücke für Fußgänger und Radfahrer über die Schleuse für die Dauer der Bauzeit nochmals zu prüfen und schnellstens zu realisieren“, erklärt Renate Gruppe. Bei Vorhandensein eines solchen Provisoriums würde sich vermutlich auch so mancher Autofahrer wieder seines Fahrrads erinnern, um damit auf kurzem Wege schnell in das Stadtzentrum zu gelangen und so die Umleitung verkehrsseitig entlasten, meint die Beiratsvorsitzende. „Soweit mir bekannt ist, hatte auch die Stadt eine solche Forderung im Zusammenhang mit der Instandsetzung der Schleusenbrücke erhoben und sogar eine finanzielle Beteiligung für die Errichtung des barrierefreien Provisoriums in Aussicht gestellt“, sagt sie. „Es ist unverständlich, dass das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Berlin, das für die bauliche und sicherheitstechnische Instandsetzung der Brücke zuständig und gemeinsam mit der Straßenverkehrsbehörde für den straßenverkehrsseitigen Zustand an der Brücke mitverantwortlich ist, ein solches Angebot nicht nutzt.“ Der Seniorenbeirat von Königs Wusterhausen ermutigt Unterstützer seiner Forderung, sich ebenfalls an das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Berlin, Mehringdamm 129 in 10965 Berlin, zu wenden. RED

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