Schulzendorf: Eltern in Not

Bundnis 90/Die Grünen schlagen Alarm
aufgrund negativer „Zwischenbescheide“ zur Hortbetreuung

Die Schulzendorfer Bündnisgrünen machen auf den akuten Kinderbetreuungsnotstand in Schulzendorf aufmerksam. Deshab wurde auch gestern vor dem Rathaus Schulzendorf unter dem Motto „Eltern in Not – mehr Haltung Verwaltung! Hortplätze für unsere Jüngsten!” demonstriert.

Die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90 / Die Grünen Claudia Stölzel informiert darüber, dass Ende vergangener Woche von der Verwaltung an die ersten Familien ein „Zwischenbescheid“ verschickt wurde, mit dem ausgesagt werde, dass aktuell kein Hortplatz angeboten werden kann. Insgesamt seien 29 Schulzendorfer Familien betroffen. „Für mich ist es besonders erschütternd, dass man den Eltern einen Tag vor Beginn des eigentlichen Betreuungszeitraumes zum 1. August eine Absage erteilt“, sagt sie. „Damit wird klargestellt, dass fünf- bis sechsjährige Kinder um 12 Uhr alleine nach Hause gehen sollen, wo niemand sie erwartet, was überhaupt nicht vertretbar und auch nicht erlaubt ist. Damit müssen wir uns als Gesellschaft entscheiden, ob wir lieber auf den Polizisten oder die Krankenschwester verzichten. Wer bleibt mit dem Kind zu Hause?“, so die Gemeindevertreterin weiter.

Julia Mencke ist Mitglied im Sozialausschuss und Mutter von drei Kindern. Sie erhielt eine Absage und reagierte schockiert: „Während sich der Großteil der Schulzendorfer Eltern auf die Einschulung freut und den Urlaub genießt, ist an diesem Wochenende für mich und andere Eltern eine Welt zusammengebrochen“, sagt sie. „Wie sollen wir innerhalb von drei Wochen eine alternative Betreuung für unsere Kinder finden? Ich fühle mich als Mutter von den Verantwortlichen im Stich gelassen und als Mitglied des Sozialausschusses hintergangen. Langes Reden hat nichts genutzt, jetzt werden wir auf der Straße laut!“

Seit Jahren sei die Kinderbetreuungssituation in Schulzendorf angespannt, so die Fraktion Bündnis 90 /Die Grünen. Ihre Verteter hätten schon viele Monate lang wegen der ständig steigenden Schülerzahl in der Verwaltung nachgefragt. In allen zuständigen Gremien und im direkten Gespräch mit dem Bürgermeister Markus Mücke sei stets bekräftigt worden, dass keine ernsthaften Probleme zu erwarten sind. Es bestehe lediglich ein Rückstau in der ­Bearbeitung von Anträgen.

RED / PI Bündnis 90 /

Die Grünen