Schwestern im Geiste

Lesung und Diskussion zu engagierten Frauen in und aus Brandenburg

Auf Spurensuche nach den „Schwestern im Geiste“ von Regine Hildebrandt begibt sich ein Lesungs- und Diskussionsabend am Freitag, 8. November, 18 Uhr im Saal der Kavalierhäuser am Schloss Königs Wusterhausen, zu dem die Friedrich-Ebert-Stiftung einlädt. Die Autorin Gisela Notz stellt dabei Frauen vor, die sich für den Kampf um politische und soziale Gleichstellung in Deutschland eingesetzt haben, aber weitgehend in Vergessenheit geraten sind. Die Historikerin und Sozialwissenschaftlerin Gisela Notz arbeitet seit vielen Jahren die Biografien solcher einst engagierter Frauen auf, viele davon in den von ihr veröffentlichten „Frauenkalendern“.

Mit ihrem Buch „Wegbereiterinnen: Berühmte, bekannte und zu Unrecht vergessene Frauen aus der Geschichte“ hat Gisela Notz eine eindrucksvolle Sammlung der Biografien aus diesen Frauenkalendern vorgelegt. Von 1748 bis in die jüngere Vergangenheit reicht die Liste. Unter den 192 Biografien des Buches sind auch einige von Frauen, die „Station in Brandenburg machten“. Sie wurden zwischen Potsdam und dem Oderbruch geboren, starben hier oder waren hier politisch aktiv. Vor allem diese Biografien werden bei der Lesung vorgestellt.

Beispielsweise geht Gisela Notz auf die Großmutter und die Urgroßmutter der ehemaligen Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts, Jutta Limbach, ein. Die Großmutter, Elfriede Ryneck, vertrat 1920 bis 1924 die Region südlich von Berlin zwischen Königs Wusterhausen, Ludwigsfelde und Babelsberg im Reichstag. Und deren Mutter Pauline Staegemann gründete 1874 wiederum den Berliner Arbeiterfrauen- und Mädchenverein. Eine große Familiengeschichte. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss besteht die Möglichkeit des Gedankenaustausches bei einem kleinen Abendimbiss.

RED