9.5 C
Königs Wusterhausen
Montag, Februar 26, 2024
Stellenangebote der KOCH AG Zeesen
StartKaWe-Kurier - AktuellesSolarboom trotz Unsicherheit - Jahresrückblick 2023

Solarboom trotz Unsicherheit – Jahresrückblick 2023

Zolar bilanziert Erfolge und Herausforderungen der Solarbranche 2023

Zolar, eine der führenden digitalen Plattformen für private Solarlösungen in Deutschland, hat in einem Jahresrückblick die wichtigsten Trends und Entwicklungen bei Solar für Privathaushalte zusammengefasst.

Der PV-Ausbau hat sich auch im Krisenjahr 2023 deutlich verbessert – mit 7,3 GW und einem Plus von 142 Prozent haben private Hausbesitzende den Zubau gegenüber 2022 nochmal gesteigert. Bei den Top 100 Städten führen in 2023 die Städte Gütersloh, Paderborn und Oldenburg das Ranking beim Zubau der Leistung pro 100.000 Einwohner an.

Aufgelöste Lieferengpässe und gesunkene Kosten für Module haben zu Preissenkungen von bis zu 50 Prozent gegenüber Dezember 2022 geführt. Allerdings sind Verbraucher:innen durch die enorm gestiegenen Lebenshaltungskosten stark verunsichert. Was Ende 2023 noch zu einem Aufschub privater Investitionen geführt hat, kann auf Grund der für 2024 prognostizierten Strom- und Gaspreissteigerungen die Investitionen in Klimatechnologien erneut steigern. Bei dem aktuellen Strompreisniveau und mit jährlichen Ersparnissen von rund 2.000 Euro und Gewinnen über die Investitionsdauer von bis zu 84.000 Euro rentiert sich die Investition in eine Photovoltaikanlage mehr denn je. Wenn jetzt noch die Vorteile der gesetzlichen Regulierung dazu führen, dass der Netzanschluss sowohl für das Handwerk als auch für Verbraucher:innen einfacher und schneller wird, profitieren alle vom Klimaschutz.

Die Ergebnisse im Detail:

PV-Ausbau mehr als verdoppelt – Top 100 Städte im Vergleich

Der PV-Ausbau hat sich auch im Krisenjahr 2023 mehr als verdoppelt – mit 7,3 GW haben private Hausbesitzende ihre zugebaute Leistung um +142 Prozent gegenüber 2022 gesteigert und damit das von der Bundesregierung gesetzte Ziel für den Gesamtausbau von PV-Anlagen (9GW privat und gewerblich) schon alleine zu 89 Prozent erreicht. Insgesamt wurde 2023 über alle Segmente hinweg eine PV-Leistung von 14 GW installiert. Unter den Top 100 Städten führen das Ranking beim Zubau in 2023 die Städte Gütersloh (Nordrhein-Westfalen), Paderborn (Nordrhein-Westfalen) und Oldenburg (Niedersachsen) an. Dort haben die privaten Haushalte die höchsten Leistungen in kW pro 100.000 Einwohner zugebaut. Betrachtet man, wer seit dem Jahr 2000 insgesamt die höchste Leistung von PV-Anlagen im Vergleich zur Einwohnerzahl zugebaut hat, liegen die Städte Paderborn (37.386 kW), Gütersloh (33.565 kW) und Ingolstadt (27.348 kW) auf den ersten drei Plätzen.

Modul-Preise um 50 Prozent gegenüber 2022 gesunken

Die Preise der Module sind massiv gesunken. Das lag zum einen daran, dass preisgünstige asiatische Module mit einem globalen Marktanteil von 90 Prozent das Preisgefüge in Europa / Deutschland geprägt haben. Zum anderen sind die Lieferengpässe für die Komponenten auf Grund der extrem hohen Lagerbestände in Europa weggefallen. Für 2024 erwarten Marktexperten auch hier ein anhaltend günstiges Preisniveau was für Verbraucher:innen von Vorteil ist.

„Investitionen in Nachhaltigkeit müssen sich in Zeiten von Inflation und Unsicherheit noch mehr lohnen“, betont Dr. Sarah Müller, Geschäftsführerin von Zolar. „Wenn das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht stimmt, und das Produkt nicht den hohen Qualitätsansprüchen der Kund:innen gerecht wird, werden selbst dringende Kaufentscheidungen aufgeschoben“, so Müller weiter.

Doch die für 2024 prognostizierten Strompreissteigerungen für Privathaushalte (+32 Prozent) machen die Investitionen in Solaranlagen wieder attraktiver.

PV lohnt sich und wirkt möglicher Drosselung von Wärmepumpe und E-Auto entgegen

Die viel diskutierte Angst vor einer Drosselung von Wärmepumpe und E-Auto durch den Netzbetreiber ist unbegründet. Denn die Bundesnetzagentur hat mit ihrer im November 2023 kommunizierten Regelung dafür gesorgt, dass Verbraucher:innen beim Anschluss an das regionale Netz und beim sicheren Betrieb gestärkt werden.

Im unwahrscheinlichen Fall einer Drosselung sind Photovoltaikbesitzer klar im Vorteil. Durch Ihren selbst produzierten Strom sind sie unabhängig – Wärmepumpe oder E-Auto lassen sich über die PV-Anlage mit Strom versorgen. Darüber hinaus profitieren sie von deutlich günstigeren Kosten (vergleicht man den aktuellen durchschnittlichen Marktstrompreis von 0,4573 ct/kWh mit dem Stromgestehungskosten bei Solaranlagen 0,1 ct/kWh) und könnten beim Netzbetreiber eine Entschädigung für die Drosselung geltend machen.

Bei einer durchschnittlichen 4-köpfigen Familie im Einfamilienhaus mit einem Jahresstromverbrauch von rund 5.000 kWh fallen Stromkosten in Höhe von 2.057 Euro an. Würde die gleiche Familie eine Solaranlage mit Speicher für die Stromerzeugung nutzen, könnte sie rund 80 Prozent ihres Bedarfs über die Solaranlage decken und so ihre Stromrechnung um 1.646 Euro pro Jahr reduzieren. Denn eine durchschnittliche Solaranlage mit 10 kWp produziert ungefähr 10.000 kWh Strom. Wenn die Familie den verbleibenden Strom nicht für z.B. eine Wärmepumpe und ein E-Auto verwendet, profitiert sie zusätzlich noch von einer jährlichen Einspeisevergütung von rund 492 Euro. PM Foto: envato

RELATED ARTICLES

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

*

Willkommen auf kw-kurier.de!

Um Ihnen ein angenehmes Online-Erlebnis zu ermöglichen, setzen wir auf unserer Webseite Cookies ein. Durch das Weitersurfen auf kw-kurier.de erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Detaillierte Informationen und wie Sie der Verwendung von Cookies jederzeit widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen „Cookies, Webanalyse-Dienste und Social Media“.

Meist gelesen

Kommentare