Spiel mir das Lied vom GroKoisten!

Viva, GroKo! Oder so ein ähnlicher Hochgesang. Der fehlt uns noch! Eine GroKo-Hymne. Oder ein anderes Lied der Lobpreisung. Eines, das um Mitternacht im Rundfunk wie einst die DDR-Hymne ertönt und unsere Herzen erfreut. Vielleicht der Titel, der gleich nach der GroKo-Kopulation die Herzen erfüllte: „Bleibt alles anders“ von Herbert Grönemeyer. Aber was passt, wenn einer der GroKoistInnen etwas Umwerfendes von sich gibt? Zum Beispiel, wenn Über- und Heimat­minister Hotte Seehofer wieder mal einen raushaut. Oder der andere von den CSU-Superbuam, der Verkehrt-Minister Andreas Scheuer was (be)Scheuer(tes) zum BER labert oder der mit seinem Geschwätz krankmachende Jens Spahn von der CDU sich befriedet und Schwachsinn absondert. Zum Beispiel, wie glücklich man doch mit Hartz IV lebe. Jauchzet, frohlocket, lasset die Trompeten erschallen! Juja, juja. Wie glücklich ist ein Staat, der solche Minister hat! Da brauchts doch ein Lobes-Lied. Aber was für eins? „Hero“ von David Bowie – das hätten unsere Großkopferten wohl gern. Also gestrichen. Dann schon eher „Highway to Hell“ von AC/DC als Leit- oder Leidsong. Auf der Autobahn zur Hölle. Oder noch besser „Angie“ von den Stones als der Alles-über-allem- und Mutti-Übersong. Der trifft es eigentlich ganz genau, wenn da gesungen wird, dass man nicht gerade sagen kann, wir seien zufrieden. Und die besorgte Frage gestellt wird: Angie, wo wird uns das alles noch hinführen? Angie, ist es nicht an der Zeit “Auf Wiedersehen” zu sagen?1

Die SPD könnte vielleicht auch was von den Stones nehmen, auch wenn der Titel den Blassroten nicht so gefällt: „You Can’t Always Get What You Want“ – Du kannst nicht immer bekommen, was du willst.“ Fürwahr, kann man nicht. Aber die Sozen haben ja schon genug bekommen: Zwar kaum Wählerstimmen, aber 70 Prozent im Polit-Ehevertrag. Bei Hotte Seehofer – für Bayern nicht mehr tragbar, aber für die GroKo reicht es allemal – fällt mir nur ein Lied von Crosby, Stills, Nash and Young ein: „Helpless- Hilflos“. Was für die GroKo außenpolitisch auch passt – wieder von den Stones: „Gimme Shelter“. Darin heißt es, dass ein Sturm mein(unser) Leben bedroht. Der (Krieg) ist nur einen Schuss entfernt. Also, Flinten-Uschi, wir singen Dir mit Stefan Sulke ins Gewissen – falls Du eines hast: „Uschi, mach kein Quatsch.“ 

Doch was schmettern wir denn nun insgesamt bei Merkel und Co? Im Kinderkanal gab es ein Bundestags-Ba-ba-Lied:  „Was macht ihr da, ja was macht ihr denn da, den ganzen Tag, was macht ihr da? Ba-ba-ba-ba-ba Bundestag, ohoho ? Ba-ba-ba-ba-ba Bundestag. Was macht ihr da, was macht ihr da, im B-B-B-B-Bundestag, was macht ihr da? Oh wa-ba-ba-ba-ba Bundestag, oh wa-ba-ba-ba-ba ­Bundestag, oh wa-ba-ba-ba-ba Bundestag.“2

Bababa – das sagen ja Kleinkinder immer, wenn ihnen was nicht schmeckt. Schmeckt uns das GroKo-Gemurkse?
Oh wa-ba-ba-ba-ba. Und überhaupt.

1 www.songtexte.com

2 www.kika.de/tanzalarm

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