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Stimmen aus der arabischen Welt

Der Schauspieler Stefan Jürgens liest im Kaiserbahnhof Halbe

Die neue Kooperation der Phronesis Diskurswerkstatt aus Gumtow und des Vereins Halbe.Welt wird am 17. Februar um 19 Uhr mit einer Lesung mit dem Schauspieler Stefan Jürgens im Kaiserbahnhof Halbe fortgesetzt. Er liest aus „Die Republik der Träumer“ von Alaa al-Aswani, einer Geschichte über die ägyptische Revolution. Es moderiert Inka Thunecke.

Der Roman bezieht sich auf die Demonstration von 25000 Menchen gegen den ägyptischen Machthaber Husni Mubarak am 25. Januar 2011in Kairo. Sie träumen von der großen Veränderung. Doch während in der euphorischen Menge Liebesbeziehungen aufblühen, wird der Bürgerrechtler Khaled vor den Augen aller ermordet. Seine Freundin Dania will ihren Widerstand nicht aufgeben – und sei es gegen den eigenen Vater, den bigotten Geheimdienstchef, der islamische Werte predigt und heimlich Pornos schaut. Al-Aswanis Figuren verkörpern in diesem mitreißenden Buch, das in Ägypten verboten wurde, alle Facetten der Revolution, die für jede von ihnen einen Wendepunkt in ihrem Schicksal bedeutet. Der Roman ist ein unvergessliches Porträt der modernen ägyptischen Gesellschaft.

Mit der Lesereihe unter dem Titel „Anerkennung, Individualität und Akzeptanz – über das Zusammenleben“ will die Phronesis Diskurswerkstatt den Blick für den Anderen schärfen und die Werte der Humanität als Basis liberaler Demokratie stärken. Ziel ist es, die Situation in den Herkunftsländern von Geflüchteten zu zeigen und zu Diskussionen über Vorurteile und über eine gemeinsame Wertorientierung in einer Einwanderungsgesellschaft anzuregen. Stefan Jürgens, der einstige „Tatort“-Kommissar und Ermittler Major Carl Ribarski in der Fernsehserie „Soko Wien“ wurde in den 1990er Jahren durch die Comedy-Sendung „RTL Samstag Nacht“ bekannt. 2019 erschien sein jüngstes Album „Was zählt“.

Die nächste Lesung findet voraussichtlich am 17. März statt. Nele Heyse liest unter dem Titel „Mit den Augen von Inana“ Werke zeitgenössischer Autorinnen aus dem Irak. Die in Berlin und Halle lebende Schauspielerin war in bedeutenden Ensembles im deutschsprachigen Raum (DDR, Schweiz, BRD) in Festengagements tätig. Seit etwa 15 Jahren arbeitet sie freischaffend.

Der Eintritt kostet 6 Euro. Die Veranstaltung findet gemäß den aktuellen Corona-Bestimmungen nach der 2G+-Regel (geimpft/genesen + getestet oder geboostert) statt. Der digitale Impfnachweis bzw. der Genesenen-Nachweis sowie der Personalausweis sind bereitzuhalten. Auch am Platz gilt aktuell Maskenpflicht. Tickets gibt es online unter https://www.phronesis-diskurs.de/veranstaltungen sowie an der Abendkasse.

RED

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