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Studenten bauen und testen Flugmodelle

Neues Projekt an der TH Wildau: Praxisnahe Suche für Innovationen in der Luftfahrttechnik

Mit Technik experimentieren, für Luftfahrt begeistern, Studierende vernetzen, gemeinsame Perspektiven aufbauen. So lassen sich die Ziele des neu gestarteten Studierendenprojekts „AkaModell“ an der TH Wildau zusammenfassen. Das vom Team des Studiengangs Luftfahrttechnik/ Luftfahrtmanagement initiierte Vorhaben, bei dem Studierende gemeinsam Flugmodelle bauen und entwerfen, kann sich dabei über finanzielle Startunterstützung des Forums für Luft- und Raumfahrt e.V. freuen.

Lars Muth, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschungsgruppe Luftfahrttechnik, hat ein Modellflugzeug vor sich liegen – zusammengebaut an drei Abenden und in Kürze flugbereit. Luftfahrttechnik im kleinen Maßstab, die schnell zum Ausprobieren und Mitmachen anregt. Und genau das ist die Idee für das neue studentische Vorhaben: Studierende zusammenbringen, die mit Technik experimentieren, flugtaugliche Modelle bauen und diese auf einem Modellflugplatz starten lassen. Lars Muth und Prof. Wolfgang Rüther-Kindl, der das Fachgebiet Luftfahrttechnik an der TH Wildau lehrt und die gleichnahmige Forschungsgruppe leitet, hatten die Idee für das Vorhaben – angelehnt an ähnliche Vereinigungen in Stuttgart, München oder Braunschweig.

„Wir wollen Studierende, die nicht nur aus unserem Studiengebiet kommen, neben dem Studium mit einem konkreten Angebot experimentell für Luftfahrt und Technikthemen begeistern und zusätzliches Wissen vermitteln“, sagt Prof. Rüther-Kindl. „Gleichzeitig ist es unser Ziel, so das jahrgangsübergreifende Zusammenwirken von Studierenden zu fördern, indem sie das erworbene Wissen direkt an die nächsten Semester weitergeben.“ Gefördert wird das Vorhaben mit einem Startguthaben von 10000 Euro, die als Spende vom Forum für Luft- und Raumfahrt e.V. sowie weiteren Partner zur Verfügung gestellt wird.

Für das Sommersemester haben sich bereits einige Studierende für das Modellvorhaben angemeldet, darunter auch vier Studentinnen. Zunächst gibt es zehn Plätze. Neben dem gemeinsamen Bau der Modelle ist das Testen auf einem ­Modellflugplatz angedacht. Die Modelle bestehen aus leichten Schaumplatten, die am Lasercutter im ViNN:Lab der TH Wildau zugeschnitten, dann verklebt und mit entsprechender Elektronik ausgestattet werden. Um für die ersten Starts Praxiserfahrung und Sicherheit zu sammeln, wird das Fliegen vorab über einen Simulator geübt. Auf dem Flugplatz erfolgt dann das reale Fliegen, ebenfalls unter Anleitung im „Lehrer-Schüler-Duo“, wie beim Fliegen mit richtigen Flugzeugen.

Langfristig ist angedacht, einen Verein zu gründen, in dem dann auch Alumni eingebunden werden können. So sollen die aktive Nachwuchsförderung und der Austausch mit anderen Initiativen unterstützt und weitere Sponsoren gewonnen werden. Auch die Einbindung weiterer Zielgruppen wie zum Beispiel SchülerInnen ist denkbar. Weitere Informationen zur Forschungsgruppe Luftfahrttechnik an der TH Wildau finden sich auf https://www.th-wildau.de/forschung-transfer/luftfahrttechnik/.

RED / PI TH Wildau

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